YOTEL-Gäste können künftig mit einer Bloom‑Karte den Zugriff ihres Smartphones auf Social‑Media‑Apps gezielt sperren.
Reisen galt lange als Zeit zum Abschalten. Doch seit Airlines ihren Kabinen ultraschnelles WLAN verpassen und wir unsere Freunde mit Instagram-Stories auf dem Laufenden halten, verbringen wir unsere Auszeit immer häufiger vor dem Bildschirm.
Jetzt will eine Hotelkette dem Social-Media-Konsum im Urlaub mit einer neuen Idee entgegenwirken: der „Anti-Appy-Hour“.
Zum Global Wellness Day eingeführt, können Gäste in YOTEL-Häusern weltweit ihr Smartphone gegen eine Bloom-Karte halten und sich für eine Stunde von digitalen Ablenkungen befreien.
Das Angebot gibt es in Hotels in europäischen Städten wie Amsterdam, Edinburgh, Glasgow, London City und Manchester. Die Stunde soll „Raum für intensivere Reiseerlebnisse schaffen“.
So funktioniert die Anti-Appy-Hour
Gäste laden zunächst die Bloom-App herunter, bevor sie in die Hotelbar gehen.
Dort halten sie die Bloom-Karte an ihr Telefon und sperren damit ausgewählte Apps. (Wir würden wohl zuerst Instagram und X lahmlegen.)
Nach einer Stunde sagt das Personal Bescheid. Dann können Sie die Karte noch einmal ans Handy halten und sich wieder Zugang zu den verhassten Social-Media-Apps verschaffen.
In dieser Stunde sind analoge Aktivitäten ausdrücklich erwünscht: etwa eine YOTEL-Postkarte an einen Menschen schreiben, der Ihnen fehlt, einen speziellen Bloom-Cocktail bestellen oder einfach mit Freunden reden.
Bloom gibt es seit 2024. Anders als bei Apps, die Social Media und andere Ablenkungen allein softwarebasiert blockieren, brauchen Nutzerinnen und Nutzer die physische Karte, um den Zugang wieder freizuschalten.
Die Idee dahinter: Wenn man aufstehen und die Karte bewusst holen muss, ist die Hemmschwelle höher.
Gäste erhalten im Rahmen der Kooperation außerdem einen Rabatt von zehn Prozent auf Bloom-Karten für die Nutzung außerhalb der Anti-Appy-Hour.