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Neuer Massenansturm auf Ceuta: Marokko nimmt 294 Migranten fest, weist spanische Journalisten aus

Migranten warten an der Grenze zu Ceuta, 15. August 2026
Migranten warten an der Grenze von Ceuta, 15. August 2026 Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Jesús Maturana
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Marokko hat nach eigenen Angaben 294 Menschen auf dem Weg nach Ceuta gestoppt und Teams des spanischen öffentlich-rechtlichen Senders RTVE und der Nachrichtenagentur EFE ausgewiesen. Madrid wies umgehend auf die Pressefreiheit hin.

Die marokkanischen Sicherheitskräfte haben nach Angaben der dortigen Behörden 294 Menschen festgenommen, die versuchten, in die spanische Exklave Ceuta zu gelangen. Der Einsatz fand in Fnideq (Castillejos) statt. Nach Angaben von Sicherheitskreisen, auf die sich das marokkanische Online-Portal Hespress beruft, gehören zu den Festgenommenen 248 Migranten aus der afrikanischen Subsahara und 46 marokkanische Staatsbürger.

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Zu dieser Zahl kommen mindestens 61 Personen hinzu, die in Marokko festgenommen wurden. Sie stehen im Verdacht, in sozialen Netzwerken irreguläre Migration angestiftet und beworben zu haben.

Die gleichen Quellen nannten weder Zeitpunkt noch Ort der Festnahmen, kündigten aber an, künftig dauerhaft Informationsüberwachung zu betreiben, um Personen zu identifizieren, die über soziale Medien zu massenhafter Migration aufrufen.

Unabhängig überprüfen lässt sich diese Darstellung derzeit nicht: Die marokkanischen Behörden haben Journalisten aus Castillejos ausgewiesen. Auch die spanische Regierung reagierte auf die Vorgänge. Regierungsquellen betonen, Spanien verteidige „die Pressefreiheit an jedem Ort und unter allen Umständen“. Die spanische Botschaft in Rabat halte Kontakt zu den betroffenen Journalisten sowie zu den marokkanischen Behörden, um eine Lösung zu finden, hieß es weiter.

Zum Schutz der spanischen Grenze sind 1.500 Polizisten und Angehörige der Guardia Civil im Einsatz, um eine Flüchtlingswelle wie Ende des vergangenen Monats in Ceuta zu verhindern.

Gesundheitsministerin Mónica García besucht Ceuta

Spaniens Gesundheitsministerin Mónica García reist an diesem Sonntag nach Ceuta. Nach eigenen Angaben will sie sich dort ein Bild von der gesundheitlichen Lage der Stadt nach der Migrationskrise machen. Auf ihrem Programm stehen mehrere institutionelle Treffen sowie Gespräche mit Vertretern des Gesundheits- und Sozialwesens.

García besucht unter anderem das Gesundheitszentrum Otero und das Universitätskrankenhaus von Ceuta. Danach sind weitere Gespräche mit sozialen Organisationen vorgesehen.

Die Confederación Española de Sindicatos Médicos, Dachverband der spanischen Ärztegewerkschaften, hatte zuvor die Anwesenheit der Ministerin in der Autonomiestadt gefordert und eine direkte, dringende Intervention des Ministeriums verlangt. Der Verband beschreibt die Lage als kritisch und sieht eine außergewöhnliche Belastung der Versorgung.

In einem Schreiben an den Präsidenten des Colegio Oficial de Médicos de Ceuta, der Ärztekammer von Ceuta, hielt Mónica García dagegen. Trotz des deutlich gestiegenen Versorgungsaufwands lägen die vorliegenden Daten weit davon entfernt, auf eine Gesundheitskrise, einen Zusammenbruch des Systems oder eine gesundheitliche Katastrophe hinzuweisen.

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