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Marokko stoppt neuen Ansturm auf Ceuta: Migranten am Grenzübertritt gehindert

Ceuta und Marokko riegeln Grenze ab
Ceuta und Marokko riegeln Grenze ab Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Jesús Maturana
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Marokkanische Sicherheitskräfte lösten offenbar am Samstag nahe Castillejos eine Gruppe von hunderten Migranten auf, die nach Ceuta gelangen wollten. Der Einsatz erfolgte wenige Wochen nach der Tragödie mit mindestens 141 Toten, wo hunderttausende Menschen die spanische Exklave stürmten.

Die marokkanischen Sicherheitskräfte haben an diesem Samstag einen erneuten Versuch einer irregulären Einreise nach Ceuta vereitelt. Beteiligt waren demnach hunderte Migranten, überwiegend aus Subsahara-Staaten, die sich am Stadtrand von Fnideq versteckt hatten, das auf Spanisch Castillejos heißt.

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Nach Angaben marokkanischer Sicherheitskreise, die von der Nachrichtenagentur EFE (Quelle auf Spanisch) befragt wurden, ereignete sich der Vorfall in einem Gebirgsgebiet südwestlich von Ceuta. Dort zerstreuten die Einsatzkräfte die Gruppe.

Dieselben Quellen berichten, dass sich die Migranten weiterhin in der Gegend aufhalten. Bislang gab es keinen neuen Versuch, an den Grenzzaun zu gelangen.

Die spanische Zeitung El País berichtet von Auseinandersetzungen am frühen Morgen und davon, dass die Polizei die Migranten etwa drei Kilometer von der Grenze entfernt zurückdrängte.

Polizeipräsenz und Kontrollen auf Zufahrtsstraßen

Im Zentrum von Fnideq, im Norden Marokkos, direkt an der Grenze zur spanischen Exklave Ceuta, kontrollieren die Behörden heute wichtigsten Zufahrtsstraßen zur Stadt, vor allem die Verbindungen aus Tetuán und Tánger.

In der Nacht wurde die Überwachung rund um die Grenze zu Ceuta zu Land und auf dem Meer verstärkt, mit Schnellbooten der marokkanischen Königlichen Marine und Überwachungsdrohnen.

Trotz des Einsatzes erreichte in der Nacht eine 17-jährige junge Frau Castillejos. Sie bestätigte der Nachrichtenagentur EFE, dass sie aus Tetuán mit einem Bus unterwegs war, der auf den rund 35 Kilometern zwischen beiden Städten an drei Kontrollposten gestoppt wurde. Das zeigt, wie konsequent Marokko die Region derzeit abschirmt.

Die Maßnahmen an diesem Samstag sind Teil eines größeren Einsatzes, den Rabat organisiert hat, um einen erneuten Massenübertritt nach Ceuta zu verhindern, zu dem über soziale Netzwerke aufgerufen worden war.

Der Aufruf erfolgte nur wenige Wochen nach der Tragödie vom 30. und 31. Juli, als Zehntausende Menschen zu Fuß und schwimmend die Grenze überschritten und in die spanische Exklave Ceuta gelangten. Nach Angaben von Hilfsorganisationen kamen dabei mindestens 141 Menschen ums Leben – eine der höchsten Opferzahlen, die je an der Grenze zwischen Marokko und Spanien registriert wurden. Fast 80.000 Migranten hatten versucht, in die Exklave zu gelangen.

Die meisten erwachsenen Migranten kehrten inzwischen wieder nach Marokko zurück. Unklar ist derzeit, was unter anderem mit rund 2.000 Jugendlichen geschehen soll, die sich weiterhin in Ceuta aufhalten.

Minderjährige können nicht einfach wie Erwachsene an der Grenze nach Marokko zurückgeschoben werden. Gleichzeitig ist Ceuta mit der Betreuung überfordert.

Deshalb fordert die Regierung von Ceuta, die Jugendlichen aufs spanische Festland bzw. in andere autonome Regionen zu verteilen. Ein spanisches Gesetz aus dem Jahr 2025 sieht tatsächlich eine solche Umverteilung vor, wenn Regionen mit der Aufnahme von Minderjährigen überlastet sind. Allerdings gibt es politischen und juristischen Widerstand einzelner Regionen gegen die Aufnahme.

Die spanische Regierung versucht derzeit, zwischen Umverteilung innerhalb Spaniens, Familienzusammenführung und individuell geprüften Rückführungen nach Marokko einen Weg zu finden.

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