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Südkorea: Kubismus eröffnet koreanischen Ableger des Centre Pompidou

Umbau in Paris: Kunst des berühmten Kulturzentrums geht auf Weltreise
Pariser Kultzentrum: Kunstwerke gehen während Renovierung auf Weltreise Copyright  Thomas Padilla/Copyright 2025 The AP. All rights reserved.
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Von Nathan Joubioux mit AP & AFP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Über das Programm „Constellation“ leiht das französische Museum in den kommenden vier Jahren Werke nach Seoul – dank einer Partnerschaft mit der Hanwha-Kulturstiftung. Für das Centre Pompidou ist es ein weiterer Schritt seiner internationalen Expansion.

Das Centre Pompidou wächst weiter über seine Grenzen hinaus. Nun richtet das Pariser Museum auch in Südkorea einen Standort ein – möglich macht das sein Programm „Constellation“, über das das Haus Werke in Frankreich und weltweit verleiht.

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Das ikonische Museumsgebäude im Pariser Viertel Beaubourg, entworfen unter der Leitung von Renzo Piano, bleibt wegen umfangreicher Renovierungsarbeiten bis 2030 geschlossen.

Das Museum ist zu, die Werke gehen auf Reisen: Die Leitung hat deshalb ein umfangreiches Ausleihprogramm gestartet.

Am kommenden vierten Juni eröffnet daher der koreanische Ableger in Yeouido, dem wichtigsten Finanzviertel von Seoul. Es ist nach dem Haus in Shanghai der zweite Standort in Asien.

„Anlässlich des hundertvierzigsten Jahrestags der diplomatischen Beziehungen zwischen Korea und Frankreich eröffnen wir das ‚Centre Pompidou Hanwha‘ im Rahmen einer Partnerschaft mit dem Centre Pompidou in Frankreich“, sagte erfreut Jade Kaunhye Lim, Ausstellungsleiterin der Hanwha-Kulturstiftung.

Die Partner haben eine auf vier Jahre angelegte Zusammenarbeit vereinbart. In der südkoreanischen Hauptstadt sollen pro Jahr zwei Ausstellungen aus den modernen und zeitgenössischen Sammlungen des Pariser Museums zu sehen sein. „Wir planen, weltweit bekannte Meisterwerke der Moderne zu zeigen sowie internationale Kunstausstellungen, die unser eigenes Team kuratiert“, erläuterte sie.

Erste Ausstellung: Kubismus

Für die Eröffnung des neuen koreanischen Kulturortes fiel die Wahl auf den Kubismus: „Les Cubistes: Inventer la vision moderne“. Nach Angaben der Hanwha-Kulturstiftung zeigt die Schau mehr als einhundert vom Centre Pompidou in Paris ausgeliehene Werke. Vertreten sind Arbeiten von 54 Künstlerinnen und Künstlern, darunter große Namen wie Pablo Picasso, Georges Braque und Fernand Léger.

„Der Kubismus ist eine anspruchsvolle Wahl, und ich meine sagen zu können, dass dies die erste große Kubismus-Ausstellung in Asien seit fünfzig Jahren ist – mit mehr als einhundert Werken, unter anderem aus dem Centre Pompidou“, sagte Laurent Le Bon, Präsident des Centre Pompidou.

„Hier entsteht eine grundlegende Dynamik, die uns sehr wichtig ist. Mit dem Kubismus entscheiden wir uns für die bedeutendste Kunstbewegung des frühen zwanzigsten Jahrhunderts – sie hat uns geholfen, die Welt anders zu sehen. Für uns bedeutet dieses Projekt, ein starkes Signal zu senden“, führte er aus.

Doch es geht nicht nur darum, ausländische Kunstwerke dem koreanischen Publikum zu zeigen. „Wir wollen als Sprungbrett dienen und die koreanische Kunst über das weltweite Netzwerk des Centre Pompidou auf die internationale Bühne bringen“, betonte zum Schluss Jade Kaunhye Lim.

Nach der Kubismus-Schau sollen in dem neuen Kulturhaus in Seoul Werke von Künstlern wie Henri Matisse oder Marc Chagall zu sehen sein.

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