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Vulkanausbruch auf Sizilien - Flughafen dicht, Flüge unbezahlbar

Vulkan Ätna bricht aus, Archivaufnahme
Vulkan Ätna bei Ausbruch, Archivaufnahme -  Copyright  Copyright 2026. The Associated Press. All rights reserved
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Von Fortunato Pinto
Zuerst veröffentlicht am
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Ätna wieder aktiv: Flughafen Catania stoppt Flüge bis Sonntag wegen Aschewolke. Gewerkschaften kritisieren Chaos durch Umleitungen auf andere Flughäfen Siziliens.

Der Flughafen Catania-Fontanarossa liegt erneut lahm. Grund ist der jüngste Ausbruch des Ätna, der die Behörden zwang, den Flugbetrieb einzustellen. Die Betreibergesellschaft Sac teilte mit, dass die betroffenen Lufträume geschlossen bleiben. In der Atmosphäre zirkulieren große Mengen Vulkanasche, zudem stehen die Winde ungünstig.

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Alle An- und Abflüge sind offiziell bis Sonntag, 27. September, zwölf Uhr Ortszeit ausgesetzt. Um die Folgen zu begrenzen, bittet die Gesellschaft die Passagiere, nicht zum Terminal zu fahren, ohne vorher bei ihrer Fluggesellschaft den Status ihres Flugs zu prüfen.

Die Sperre hat am Samstag das gesamte regionale Verkehrsnetz durcheinandergebracht. Die Flugpause löste einen Dominoeffekt auf die übrigen Flughäfen Siziliens wie Comiso, Palermo und Trapani aus, die wegen zahlreicher Notumleitungen plötzlich überlastet waren. Tausende Reisende strandeten und suchten nach Alternativen. Der anfängliche Betriebsstau entwickelte sich so rasch zu einem wirtschaftlichen und arbeitsrechtlichen Streitfall.

Flugpreis-Spekulationen befürchtet: Kritik von Verbänden und Gewerkschaften

Die Lähmung ruft scharfe Reaktionen der Verbände hervor. Sie warnen vor möglichen Spekulationen mit Flugtarifen in einer Phase großer Verwundbarkeit für die Bürger. Die Organisation Acli Terra meldet ungewöhnliche Preissteigerungen und kaum noch bezahlbare Tickets von und nach der Insel. In einem Extremfall schnellte ein Flug Verona–Palermo auf rund 1.180 Euro. Eine Naturkatastrophe dürfe sich, so der Verband, nicht in einen finanziellen Schaden für Familien verwandeln. Acli Terra fordert die Behörden daher auf, Preisaufschläge streng zu kontrollieren und betont, dass der Umgang mit wiederkehrenden Ereignissen direkt über Glaubwürdigkeit und Ansehen des gesamten Systems Sizilien entscheidet.

Ähnlich argumentieren die Verkehrsgewerkschaften. Sie prangern organisatorische Defizite an und sprechen von einem „totalen Chaos“. Filt Cgil, Fit Cisl und Uiltrasporti Sicilia zeigen sich entsetzt über das Fehlen eines Notfallplans für Eruptionen des Ätna – ein Phänomen, das sie inzwischen als strukturell und keineswegs mehr unvorhersehbar einstufen. Den höchsten Preis zahlen nach ihrer Darstellung die Beschäftigten in der Luft- und Bodenabfertigung. Sie müssen den Frust der Passagiere in Extremsituationen auffangen, ohne klare Vorgaben.

Die Gewerkschaften drängen die Region daher erneut auf ein dauerhaftes Protokoll. Es soll verlässliche Abläufe und ausreichenden Schutz für Personal und Reisende festschreiben und so die bislang übliche, aber wenig wirksame Dauer-Ausnahmelogik überwinden.

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