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Ukraine warnt vor gefälschten Webseiten russischer Geheimdienste

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj
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Von Leticia Batista Cabanas
Zuerst veröffentlicht am •Zuletzt aktualisiert
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Der ukrainische Geheimdienst wirft Russland vor, offizielle Regierungswebseiten zu fälschen, um Desinformation zu streuen und persönliche Daten abzugreifen.

Die russischen Geheimdienste richten derzeit gefälschte Websites, Social-Media-Seiten und Messenger-Kanäle ein. Sie sollen ukrainische Behörden, Sicherheitsorgane, Medien und hochrangige Amtsträger nachahmen, teilte Kyjiw mit.

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Nach Angaben des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU übernehmen diese Fake-Angebote offizielle Bezeichnungen, Logos, Fotos und das gesamte Erscheinungsbild ukrainischer Webseiten, um seriös zu wirken.

Die Behörde registriert demnach einen deutlichen Anstieg solcher Manipulationsversuche. Sie soll bereits mehr als 50 Seiten und Kanäle identifiziert und gesperrt haben, die das Logo und Design des SBU nachahmten.

Gefälschte Accounts tauchen nach Angaben der Ukraine auch unter den Namen führender ukrainischer Politiker auf. Frühere Fälle sollen Telegram-Kanäle betroffen haben, die Präsident Wolodymyr Selenskyj, First Lady Olena Selenska, den früheren Leiter des Präsidialbüros Andrij Jermak und den ehemaligen SBU-Chef Wassyl Maljuk imitierten.

Das ukrainische Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation warnt zudem vor Fake-Profilen, die Namen und Fotos von Sicherheitsverantwortlichen nutzen, um angebliche Insider- oder Exklusivinformationen zu verbreiten.

In manchen Fällen greifen die Betreiber offenbar auf ältere Telegram-Kanäle zurück, darunter Seiten zu Kryptowährungen. Sie ändern Namen und Gestaltung, damit diese wie offizielle Angebote wirken.

Ziel der Fälschungen: Desinformation und Einflussnahme

Der SBU erklärt, die Fake-Angebote dienten vor allem dazu, Desinformation zu verbreiten und persönliche Daten zu sammeln.

Indem staatliche Stellen, Amtsträger oder Medien nachgeahmt werden, könnten russische Dienste falsche oder irreführende Inhalte so darstellen, als stammten sie von einer vertrauenswürdigen ukrainischen Quelle.

Nach Angaben des SBU zielen diese Kampagnen darauf ab, die politische und gesellschaftliche Lage in der Ukraine zu destabilisieren und die internationale Position des Landes zu schwächen.

Die gleichen Plattformen dienen demnach zugleich der Informationsbeschaffung. Gefälschte Seiten und Kanäle fordern Nutzer etwa auf, Profilen zu folgen, Links zu öffnen, Nachrichten zu schicken oder persönliche Angaben zu machen.

Den Erkenntnissen des SBU zufolge nehmen russische Geheimdienste auch jene Nutzer ins Visier, die mit Fake-Seiten und Messenger-Kanälen interagieren. Ihre Konten können gehackt werden, um an weitere persönliche Daten zu gelangen. Diese Informationen ließen sich später für Anwerbeversuche oder zur Erlangung vertraulicher Angaben nutzen.

Besonders gefragt sind nach SBU-Angaben Hinweise zu Kampfhandlungen und Einsätzen der ukrainischen Streitkräfte und Sicherheitsdienste.

Die Fälschungen erfüllen damit mehrere Funktionen zugleich: Sie verbreiten Desinformation, ziehen Nutzer an, indem sie sich als vertrauenswürdige Quelle ausgeben, und leiten sie weiter zu Links oder Profilen, über die Daten abgegriffen werden.

Die Methode beruht häufig auf minimalen Unterschieden, die leicht übersehen werden – etwa leicht veränderte Nutzernamen. Eine gefälschte Website kann das Design einer Regierungs- oder Medienseite nahezu exakt kopieren, nutzt aber eine andere Webadresse.

Die ukrainischen Behörden raten deshalb, Kontonamen, Internetadressen und Verifizierungskennzeichen genau zu prüfen, verdächtige Links zu meiden und sich auf offizielle Informationsquellen zu stützen.

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