In Kyjiw suchten viele Bewohnerinnen und Bewohner am Dienstagabend Schutz in einer Metrostation. Sie brachten Decken, Isomatten und persönliche Gegenstände mit und richteten sich auf eine Nacht im Untergrund ein, aus Sorge vor einem russischen Raketenangriff.
Aufnahmen zeigen Menschen, die ihr Lager auf dem Bahnsteig vorbereiten, Matten ausrollen und auf den nächsten Hinweis warten. Einige nutzen die Zeit, um auf ihren Laptops zu arbeiten, andere lesen oder sprechen leise miteinander.
Warnungen vor einem möglichen Großangriff hatten sich zuvor verbreitet. Aus Angst vor neuen Einschlägen verließen viele ihre Wohnungen und suchten Sicherheit in den Stationen des U-Bahn-Netzes.
Nach Angaben ukrainischer Behörden startete Russland in der Nacht zum Mittwoch einen schweren Raketen- und Drohnenangriff auf die Ukraine. Dabei kamen mindestens acht Menschen ums Leben, weitere wurden verletzt, und Gebäude in mehreren Regionen wurden beschädigt.