Eine Serie starker Erdbeben hat am Freitag, dem neunten Oktober, Panama erschüttert. Gebäude wurden beschädigt, Einsatzkräfte lösten Evakuierungen aus. In Panama City rannten viele Menschen auf die Straßen, auch aus Kolumbien wurden Erschütterungen gemeldet.
In Penonomé stürzte ein Teil der Kathedrale ein, darunter einer der Türme. Aufnahmen zeigen zudem schwere Schäden an einem nahe gelegenen Hotel. Bewohner der Provinz Herrera berichten von Rissen und Schäden an ihren Häusern.
Der internationale Flughafen Tocumen stellte den Betrieb kurzzeitig ein und nahm ihn dann wieder auf, der Panamakanal lief weiter im Normalbetrieb.
Nach Angaben des US Geological Survey lag das erste Beben in einer Tiefe von 10 Kilometern, rund 10 Kilometern südwestlich von Pitaloza Arriba in der Provinz Herrera. Tsunami-Warnungen galten für Panama und mehrere Nachbarstaaten.
Panamas Präsident erklärte, bislang gebe es keine Meldungen über Todesopfer. Einsatzteams sind weiter im Land unterwegs und prüfen das Ausmaß der Zerstörungen.
Das Land liegt am pazifischen Feuerring, einem ausgedehnten Gürtel starker seismischer und vulkanischer Aktivität, in dem ein Großteil der Erdbeben weltweit entsteht.