Knapp vierzig Jahre nach ihrem Abschied feiert die legendäre "Ente" 2CV beim Pariser Autosalon ihr Comeback als reines E‑Modell. Der Stadtflitzer setzt auf schlichte Technik und einen günstigen Preis im harten Wettbewerb.
Sie gehört zu den meist erwarteten Stars des Autosalons Mondial de l’Auto, der vom 13. bis 18. Oktober in Paris seine Tore öffnet: Die legendäre Citroën 2CV kehrt fast 40 Jahre nach ihrem Verschwinden zurück – in einer komplett elektrischen Version.
Mit V-förmiger Motorhaube, senkrechter Frontscheibe und den typischen runden Scheinwerfern übernimmt die neue Stadtvariante die Linien des Originals. Auch ihr volkstümliches Erbe bleibt erhalten.
Seit ihrer Markteinführung 1948 bis zum Produktionsende 1990 hat die 2CV mehrere Generationen von Autofahrerinnen und Autofahrern geprägt. Sie wurde zu einem Symbol der wirtschaftlichen Aufschwungsjahre und der ersten Urlaubsfahrten. Insgesamt entstanden mehr als 5 Millionen Exemplare aller Versionen.
Schlicht, vielseitig, erschwinglich
Wie das historische Vorbild setzt auch die neue 2CV auf einfache Technik, große Alltagstauglichkeit und einen Einstiegspreis von rund 15.000 Euro.
„Die 2CV ist zu einer Ikone geworden, nicht wegen dem, was sie hatte, sondern wegen dem, was man mit ihr tun konnte. Und heute kehrt genau dieser Geist zurück“, erklärte Xavier Chardon, Generaldirektor von Citroën, bei der Präsentation des Modells auf dem Autosalon.
Um die Kosten zu begrenzen, entwickelt Stellantis ein Auto mit weniger als einer Tonne Gewicht und einer kleinen Batterie, ausgelegt auf alltägliche Strecken. Noch handelt es sich um ein Konzeptfahrzeug, doch die neue 2CV soll Ende 2028 auf den Markt kommen – zum 80. Jubiläum des Originalmodells – und möglicherweise auch als Kastenwagen erscheinen.
Den Umstieg auf Elektroautos fördern Kaufprämien in Frankreich. Dort erreichten batteriebetriebene Fahrzeuge im September den Rekordwert von 42 % aller Neuzulassungen. Treiber dieser Entwicklung sind vor allem kleinere Stromer und das vom Staat unterstützte Sozialleasing, mit rund 9.500 Zulassungen im vergangenen Monat.
Angesichts der wachsenden Konkurrenz chinesischer Marken, die auf dem Salon stark vertreten sind, setzen auch andere europäische Hersteller auf günstige Elektroautos. Beispiele sind die neue Spring von Dacia oder der ID. Polo von Volkswagen.