Auf der Messe lädt Benjamin Lalliers „Mother Needham“ Besucherinnen und Besucher ein, Münzen zu werfen und sich etwas zu wünschen. Gleichzeitig untersucht Yuli Serfatys „Who's A Good Girl“ das Verhältnis von Geschlecht und Technologie. Der griechische Künstler Theo Triantafyllidis zeigt „Feral Metaverse (Spider)“, eine riesige begehbare Skulptur, die auch als Mehrspieler-Spiel funktioniert. Bis zu sechs Gäste können in eine gemeinsame virtuelle Welt eintreten und dort gemeinsam Formen erschaffen, etwa Menschenpyramiden oder Räder.
Hinter den verspielten Installationen bleibt Frieze jedoch vor allem ein großes kommerzielles Ereignis. Der Kunstkritiker Tabish Khan beobachtet, dass ein schwächelnder Markt Galerien dazu bringt, auf mehr konventionelle Präsentationen zu setzen, bei denen Gemälde aufwendige Installationen in den Hintergrund drängen.
Zu den weiteren Höhepunkten zählen die Selbstporträts der Schweizer Künstlerin Miriam Cahn, die das Thema Alterung ausloten und von der Galerie Jocelyn Wolff präsentiert werden. Hinzu kommt eine Auswahl zeitgenössischer indischer Kunst aus dem Fitzwilliam Museum. Zusammen zeigen diese Arbeiten eine Messe, die künstlerische Experimente mit dem Druck eines anspruchsvollen Kunstmarkts in Einklang bringen will.