Demonstranten gegen die Wohnungsnot feierten am 2. November in Lissabon, nachdem ein Gericht entschieden hatte, dass die Aktivistin Renata Cambra auf dem Rossio-Platz ein Zelt aufstellen darf. Zuvor hatte die Polizei dort am Wochenende Demonstranten geräumt.
Die Entscheidung hob die automatische Ausgangssperre um 00.30 Uhr auf, mit der die Beamten verlangt hatten, dass die Demonstranten den Platz verlassen. Das Gericht erkannte das Zelt als symbolischen Teil der Demonstration an und nicht als illegale Besetzung des öffentlichen Raums.
Die Bewegung Acampada protestiert gegen Portugals Wohnungsnot und gegen die Gesetze, die das Verhältnis zwischen Vermietern und Mietern regeln.
Cambra sagt, die Immobilienpreise seien stark gestiegen. Dadurch werde es immer schwieriger, eine angemessene Wohnung zu finden. Sie verweist auch auf die Folgen von Tourismus, Kurzzeitvermietungen und Luxusimmobilien für die Wohnkosten.
Das Urteil verschafft den Demonstranten eine rechtliche Grundlage, ihren Protest auf dem Rossio-Platz fortzusetzen.