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Heute kommt unsere Frage von John aus London:

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“Fast zweieinhalb Jahre nach dem Sturz Gaddafis versucht Libyen noch immer sich aus der chaotischen Übergangsphase freizukämpfen. Wie sieht die derzeitige Lage im Land aus?

Beantwortet wird die Frage von Said Haddad, Politikwissenschaftler, Dozent am Forschungszentrum Saint-Cyr Coetquidan und Verantwortlicher für die Rubrik Libyen der Zeitschrift “L’Année du Maghreb”:

“Zwei Jahre nach dem Fall Gaddafis muss die Lage in Libyen noch immer als instabil bezeichnet werden. In der Tat hat es die libysche Führung, oder zumindest die politisch Verantwortlichen, die sich um das Tagesgeschäft kümmern, mit zahlreichen Herausforderungen zu tun.

Der erste Punkt, den es zu beachten gilt, ist das schwere Erbe eines komplexen und ungewöhnlichen Regimes, das 42 Jahre bestanden hat. Alles muss in Libyen erst aufgebaut werden.

Hierfür hat Libyen einen Plan aufgestellt, der in der Wahl einer gesetzgebenden Versammlung und einer Regierung besteht. Trotz einiger Fortschritte ist die Sicherheit noch immer ein großes Problem im Land. Die geschwächte Armee schafft es nicht sich gegenüber den Milizen zu behaupten, die eine hohe Legitimität besitzen und in der politischen Landschaft fest institutionalisiert sind.

Zu dieser inneren Unsicherheit gesellt sich eine äußere. Und daran knüpfen sich ebenfalls Fragen des Erdöls. Man kann für Libyen hoffen, dass die konstitutiven Wahlen am 20. Februar es schaffen werden, all diese politischen und regionalen Probleme zu lösen und der Regierung eine Richtung geben können. Werden wir uns auf ein einheitliches, dezentralisiertes oder vielleicht sogar föderales Libyen zubewegen?”

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