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"La fille de Brest" - Die widerspenstige Ärztin

"La fille de Brest" - Die widerspenstige Ärztin
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Der Film “La fille de Brest” ist wie ein Kriminalfall aufgebaut. Wir folgen der französischen Pneumologin und Whistleblowerin Irène Frachon, die einen Zusammenhang zwischen einem Medikament und Herzklappenveränderungen aufdeckt. Eine wahre Geschichte.

Es ist ein Kampf "David gegen Goliath", den diese von ihren Gegnern verächtlich als "das Mädchen aus Brest" bezeichnete Ärztin anzettelt.

Philippe Mathieu Cinema Box

Das Medikament heißt Mediator und enthält den Wirkstoff Benfluorex. Das vom Pharmakonzern Servier hergestellte Diabetes-Medikament wurde zwischen 1976 und 2009 ohne Überprüfung der Nebenwirkungen als Appetithemmer verschrieben, in vielen Ländern, darunter Frankreich.

Der beharrlichen Ärztin gelingt es, den Tod von Patienten nachzuweisen und die Arzneimittelbehörde zu einem ein Verkaufsverbot für das Medikament zu bewegen.

Es ist ein Kampf “David gegen Goliath”, den diese von ihren Gegnern verächtlich als “das Mädchen aus Brest” bezeichnete Ärztin anzettelt. Groß war das Risiko für Regisseurin Emmanuelle Bercot, nicht in die Falle der Schwarz-Weiß-Malerei zu tappen. Was sie letztlich tut, dennoch gelingt es ihr, den Zuschauer mit ihrem Gesundheitsthriller in Spannung zu halten.

Man glaubt nur zu gern an den Kampf der kleinen Leute gegen große Pharmakonzerne und Behörden. Vor allem aber glaubt man der Ärztin Irène Frachon, meisterhaft dargestellt von Sidse Babett Knudsen, die wir aus der dänischen Kultserie “Borgen – Gefährliche Seilschaften” kennen.