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Tom Cruise über KI und Kino: „Menschen wollen echte Dinge sehen“

Tom Cruise: KI beendet Kino nicht – „Menschen wollen echte Dinge sehen“
Tom Cruise: KI beendet Kino nicht - Menschen wollen echte Erlebnisse Copyright  AP Photo
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Von David Mouriquand
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„Der Hollywoodstar sprach in London vor der Weltpremiere seines neuen Films ‚Digger‘. Die Menschen wollten dieses Erlebnis, sie gingen ins Kino, er glaube immer an die Menschheit.“

Donald Trump hat sein Publikum bei den Vereinten Nationen mit seiner Forderung, dassKI in „Super Intelligence“ umbenannt werden solle, eher irritiert und kaltgelassen. Ein anderer Redner bekam jedoch Applaus für seine Worte zu der umstrittenen Technologie...

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Bei einem BAFTA-Event in London, das seiner bisherigen Karriere gewidmet war, wurde Tom Cruise gefragt, wie KI das Kino verändern könnte.

Der Star aus „Mission: Impossible“ legte daraufhin einen leidenschaftlichen, sechsminütigen Monolog hin. Er sprach über die Bedeutung des Menschlichen in der Kunst und darüber, dass die Blockbuster-Saison dieses Sommers gezeigt habe, wie gern junge Leute noch immer ins Kino gehen. Das Erlebnis im Saal müsse lebendig bleiben, sagte er, weil es Menschen zusammenbringe.

„Ich habe nichts gegen Streaming oder Ähnliches“, erklärte er. Aber einen Film im Kino zu sehen sei „eine andere Kunstform“.

„Die Sache ist: Nichts ist wie der Mensch“, sagte Cruise. Der breitere Einsatz von KI beim Filmemachen „kommt, und er wird stattfinden“.

„Aber die Leute wollen echte Dinge sehen“, fügte er hinzu. „Sie wollen dieses Erlebnis. Sie gehen ins Kino. Ich glaube immer an die Menschheit.“

Der Hollywoodstar gilt als überzeugter Verfechter klassischer Produktionsweisen. Er besteht darauf, seine Stunts selbst auszuführen und setzt Computertricks nur sehr sparsam ein.

Cruise kam zu dem Schluss, dass kreative Menschen angesichts von KI „weiter erschaffen“ müssten.

Seine Aussagen fallen in eine Zeit, in der Hollywood mit einer existenziellen Krise ringt, die KI für Kreative bedeuten kann. Das Thema spaltet die Branche; Größen wie Martin Scorsese und George Lucas sehen sich Kritik an ihren positiven Einschätzungen von KI ausgesetzt.

Vor Kurzem sprach Gal Gadot über ihre nächste Rolle im Film „Bitcoin“, der für Diskussionen sorgt, weil KI die Kulissen und das Lichtdesign erzeugt. „Ich habe Angst vor KI, aber werde ich mich fürchten und wegsehen? Nein“, sagte sie im Podcast „Happy Sad Confused“. „Ich habe Angst, aber ich spiele damit, lerne sie kennen und versuche, mich weiterzubilden. Der Zug ist abgefahren. Entweder du arbeitest mit ihr, oder du bist komplett raus aus dem Spiel.“

Auch diese Aussagen lösten Widerstand aus, denn viele sehen in KI ein Instrument, das Kreativen am Filmset ihre Arbeit wegnimmt.

Auf der anderen Seite halten zahlreiche Filmschaffende wie Christopher Nolan, Steven Spielberg, Backrooms-Regisseur Kane Parsons und Guillermo del Toro unbeirrt an ihrer Ablehnung von KI im Film fest.

Tom Cruise bei der Weltpremiere von Digger – London, 22. September 2026
Tom Cruise bei der Weltpremiere von Digger – London, 22. September 2026 AP Photo

Cruises Auftritt beim BAFTA-Event am Montag fiel mit der Promotion für seinen kommenden Film Digger zusammen, bei dem Alejandro González Iñárritu Regie führt. Der neue Streifen, der bereits für reichlich Preisgerüchte sorgt, zeigt Cruise als exzentrischen Milliardär, der sich auf eine hektische Mission begibt, um zu beweisen, dass er der Retter der Menschheit ist.

„Digger“ kommt am zweiten Oktober in die Kinos.

Weitere Quellen • Deadline

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