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Streit um russische Praktikantin im Europäischen Parlament

Streit um russische Praktikantin im Europäischen Parlament
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BERTRAND GUAY / AFP
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Elizaveta Peskova, eine russische Praktikantin eines französischen Abgeordneten, ist zum Zankapfel im Europäischen Parlament geworden. Sie studiert internationales Recht in Frankreich, doch wichtiger: Sie ist die Tochter von Wladimir Putins Sprecher Dimitri Peskow.

Eingestellt hat sie der französische Politiker Aymeric Chauprade, ein Rechtspopulist, der 2014 die russische Annexion der Krim verteidigte. Jetzt verteidigt er seine Wahl von Elizaveta als Praktikantin.

Einstellungsbeschränkungen für potenzielle Spione?

Als französischer Patriot würde er nie ein Sicherheitsrisiko eingehen und sie mit vertraulichen Dokumenten in Berührung kommen lassen, sagt er. Es sei ein Skandal anzunehmen, diese junge Frau sei eine potenzielle Spionin im Parlament.

Doch einige Abgeordnete sind schockiert, etwa Sandra Kaliente aus Lettland. Vor zehn Jahren wäre eine russische Praktikantin kein Problem gewesen, doch die Zeiten hätten sich geändert.

Russland sei nicht länger ein strategischer Partner der EU, folglich müssten die Einstellungskriterien überprüft werden. Die EU solle sich ein Beispiel an der NATO nehmen, dort seien die Kriterien eindeutig.

Ein Kind eines Militärkommandanten eines autoritären Landes könnte niemals eine Praktikantenstelle bei der NATO bekommen.