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Brisanter China-Gipfel in Brüssel

Brisanter China-Gipfel in Brüssel
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Der chinesische Regierungschef Li Keqiang ist zu einem Gipfeltreffen mit EU-Ratspräsident Donald Tusk und Kommissionschef Jean-Claude Juncker in Brüssel eingetroffen.

Für die Europäer geht es vor allem darum, China zu einem Verzicht auf unfaire Wettbewerbspraktiken zu bewegen. Dazu zählen aus EU-Sicht etwa Staatshilfen für Unternehmen oder einseitige Zugangsbeschränkungen für den chinesischen Markt.

Die Analystin Lin Goethals ist Asien-Direktorin am "European Institute for Asian Studies": "Früher war viel Naivität im Spiel. Aktuell bewegen wir uns von einer strategischen Partnerschaft hin zu einer Art strategischem Wettbewerb. Dabei gehen Kooperation und Wettbewerb Hand in Hand. Die Beziehungen zwischen der EU und China werden ausbalanciert."

In einigen umstrittenen Handelsfragen soll China bereits Zugeständnisse gemacht haben. Laut EU-Vertretern wäre bereits damit der Weg frei für eine gemeinsame Abschlusserklärung. Besonders umstritten ist der Bereich Industriesubventionen. Bislang lehnt Peking ab, dass im Rahmen der Reform der Welthandelsorganisation WTO auch über staatliche Unterstützung für industrielle Unternehmen gesprochen wird.

China steht wegen seiner Handelspolitik international stark in der Kritik. Vor allem die USA werfen dem Land unfaire Wettbewerbsbedingungen und illegale Technologie-Transfers vor.