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Mit dem Dreirad auf der ViaRhôna: Benur, ein inklusives Mobilitätssystem

Mit dem Dreirad auf der ViaRhôna: Benur, ein inklusives Mobilitätssystem
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Das Dreirad erinnert an einen römischen Streitwagen. Es heißt Benur und dank ihm können Menschen mit eingeschränkter Mobilität die ViaRhôna entdecken: ein Radweg vom Genfer See bis zum Mittelmeer. Das Projekt wrd durch die europäische Kohäsionspolitik unterstützt. - Autonome Fahrad-Mobilität für jedermann, Thema dieser Folge von Smart Regions.

In Frankreich gibt es jetzt neue Fahrräder, die an römische Streitwagen erinnern: Die Benur-Dreiräder sind eine ideale Lösung für Menschen, die im Rollstuhl sitzen wie Nézha-El-Rafiqui. Benur-Räder fahren per Handantrieb oder elektrisch. Die Rollstulfahrerin testet einen Prototyp auf der ViaRhôna in Lyon. Das Projekt wird von der Kohäsionspolitik der EU unterstützt.

"Es gibt einem ein Freiheitsgefühl, das Gefühl, wie die anderen zu sein. Man kann Fahrradwege benutzen, im Parc de la Tête d'Or spazierenfahren", so Nézha-El-Rafiqui. _"Man kommt mit dem Benur in die Stadt, ohne die Metro oder den Bus zu nehmen."
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Pilotprojekt auf der ViaRhôna

Auf der ViaRhôna, einem Radweg vom Genfer See bis zum Mittelmeer, stehen im Großraum Lyon acht Benurs zur kostenlosen Verfügung.

Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von über 273.000 Euro (273.767,90 €) wurde zu 60 Prozent von der EU-Kohäsionspolitik (EFRE-Fonds) finanziert. Die Fahrräder werden zunächst auf zwei Abschnitten der ViaRhôna angeboten: Miribel-Jonage und Tain-Tournon. Die Region Auvergne-Rhône-Alpes hat sich das Mobilitätsprojekt auf die Fahne geschrieben:

"Die Viarhôna ist ein Fahrradweg von über 800 Kilometern, der hauptsächlich in Frankreich verläuft mit einem Stück in der Schweiz bis zum Gletscher, aus dem die Rhône entspringt", so Yves Ronot, Projektmanager Viarhôna . "Benur ist ein Fahrzeug, das diese Route für jedermann zugänglich macht und es ermöglicht, die Sehenswürdigkeiten in allen Regionen und nicht nur entlang der Rhône zu entdecken."

Joseph Mignozzi hatte die Idee für Benur nach einem Motorradunfall 2012. Innerhalb von drei Jahren baute er einen Prototyp in seiner Garage. Der Designer Cyril Mezière ist sein Mitgesellschafter:

"Der erste Prototyp von Joseph sah aus wie die römischen Streitwagen aus dem Film Ben-Hur. Das gab der Idee den Namen. Ben-Hur war außerdem eine kämpferische Person und wir versuchen auch, so kämpferisch wie möglich zu sein."

Ein Schlüsselwort des Projekts ist "teilen". Mithilfe einer App kann man die Benur-Dreiräder lokalisieren. Dort können Menschen mit eingeschränkter Mobilität Tipps für die Routen geben. Außerdem gibt es Informationen über die Umgebung.

Virginie Béjot macht einen Wochenend-Ausflug auf der ViaRhôna bei Tain l’Hermitage': Mit dem Dreirad kann sie auch schwieriges Gelände erkunden:

"Was mir wirklich an Benur gefällt ist, dass man höher sitzt und gut sehen kann, was um einem herum passiert, im Rollstuhl sitzt man doch ziemlich niedrig. Man fühlt sich auch sicherer. Benur macht die Leute neugierig, sie sind überrascht, wie schnell man ist, dass man überall hinkommt. Mit dem Dreirad wird man anders wahrgenommen."

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