Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Mehr als 28.000 € für WM-Finale-Ticket: Das sagt FIFA-Chef Infantino

FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht während einer Pressekonferenz im Stadion in Mexiko-Stadt am zehnten Juni 2026.
FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht am zehnten Juni 2026 bei einer Pressekonferenz im Stadion in Mexiko-Stadt. Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Gavin Blackburn
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Die WM 2026 der Männer wird auf 48 Teams erweitert und findet größer und ambitionierter denn je in Mexiko, Kanada und den USA statt.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat am Mittwoch die Ticketpreise für die Weltmeisterschaft verteidigt. „Wenn wir etwas falsch machen, dann macht ganz Nordamerika etwas falsch“, sagte er.

WERBUNG
WERBUNG

Die FIFA setzt die Ticketpreise für das Turnier mit 48 Mannschaften und 104 Spielen, das am Donnerstag beginnt, ab 140 Dollar (121 Euro) an. Für das Finale am 19. Juli in New Jersey kosten reguläre Sitzplätze bis zu 8.680 Dollar (7.518 Euro).

Später hob der Weltverband die Preise für das Endspiel zunächst auf 10.990 Dollar (9.518 Euro) und dann auf 32.970 Dollar (28.556 Euro) an.

Nach Kritik von Fans bot die FIFA den nationalen Verbänden ein kleines Kontingent an Tickets für 60 Dollar (51 Euro) für ihre Stammfans an. Infantino sagte am Mittwoch, dass 130.000 Karten zu diesem Preis zur Verfügung standen – bei insgesamt sechs bis sieben Millionen Tickets.

Nach seinen Angaben liegt der durchschnittliche Ticketpreis für das Turnier unter 500 Dollar (433 Euro) und sei mit US-Sportarten in deren Playoffs vergleichbar. Dieser Vergleich trifft jedoch vor allem auf Wiederverkaufspreise zu und spiegelt die offiziellen Listenpreise offenbar nicht wider.

Die Ermittlungen der Generalstaatsanwälte in Kalifornien, New Jersey, New York und Texas bereiten ihm nach eigenen Angaben keine Sorgen.

FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht während einer Pressekonferenz im Stadion in Mexiko-Stadt, 10. Juni 2026
FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht während einer Pressekonferenz im Stadion in Mexiko-Stadt, 10. Juni 2026 AP Photo

„Wir sind sehr entspannt, denn bevor wir sechseinhalb bis sieben Millionen Tickets in den Verkauf geben, prüfen wir mit den besten Anwälten, was wir tun“, sagte er. „Wir begrüßen jede Untersuchung.“

Für die Finals der nordamerikanischen Basketballliga NBA schwankten die Einstiegspreise stark. Für die ersten beiden Spiele in San Antonio lagen sie bei mindestens rund 500 Dollar, für Spiel drei in New York bei etwa 10.000 Dollar. Für Spiel vier in New York fielen sie bis Mittwoch auf ungefähr 4.000 Dollar.

In der diesjährigen Stanley-Cup-Finalserie zwischen den Teams aus Las Vegas und Raleigh im US-Bundesstaat North Carolina kostete der günstigste Platz für jedes der ersten vier Spiele mindestens 600 Dollar (519 Euro).

FIFA scheitert an US-Einreise für somalischen Schiedsrichter

Infantino nannte es „bedauerlich“, dass der somalische Schiedsrichter Omar Artan nicht in die USA einreisen durfte, und sagte, die Menschen sollten „ganz ruhig bleiben“.

Er betonte, die FIFA könne Regierungen nicht vorschreiben, wen sie in ihre Länder lassen. Man versuche jedoch „hinter den Kulissen“ zu helfen.

„Wir versuchen immer, die Situation so positiv wie möglich zu gestalten und Lösungen zu finden“, sagte er. „Manchmal gelingt uns das, manchmal nicht.“

„Wir leben nicht auf dem Mond, wir leben auf der Erde“, sagte er.

Schiedsrichter Omar Artan wird bei seiner Ankunft in Mogadischu am 10. Juni 2026 von Anhängern begrüßt
Schiedsrichter Omar Artan wird bei seiner Ankunft in Mogadischu am 10. Juni 2026 von Anhängern begrüßt AP Photo

Artan beharrte darauf, ein korrektes Visum für die USA gehabt zu haben. Am internationalen Flughafen von Miami wurde er jedoch zurückgewiesen und anschließend in ein Flugzeug in Richtung Türkei gesetzt.

Ein Vertreter des US-Außenministeriums erklärte, der Schiedsrichter sei „mit mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen in Verbindung gebracht worden“ und daher „nicht berechtigt, in die Vereinigten Staaten einzureisen“.

Tausende Menschen bereiteten Artan am Mittwoch bei seiner Rückkehr in die somalische Hauptstadt Mogadischu einen Empfang.

„Ich werde bei der nächsten Weltmeisterschaft dabei sein und Somalia weiter stolz machen. Trotz dessen, was mir widerfahren ist, lasse ich mich nicht entmutigen“, sagte er vor Journalistinnen und Journalisten.

Artan, den der afrikanische Fußballverband CAF 2025 zum Schiedsrichter des Jahres bei den Männern gewählt hat, wäre der erste Somalier gewesen, der bei einer Weltmeisterschaft ein Spiel leitet.

Unterdessen wuchsen die Sorgen, dass das Eröffnungsspiel in Mexiko-Stadt durch soziale Unruhen gestört werden könnte.

Am Dienstag blockierten Demonstrierende eine Zufahrtsstraße zum Estadio Azteca. Polizeiketten hinderten sie jedoch daran, bis zum Stadion vorzudringen.

Tausende Menschen beteiligten sich an der Demonstration nach einer Aktionswoche, die Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum als „Provokation“ bezeichnet hat.

Sheinbaum versicherte, das Eröffnungsspiel sei „garantiert“. Die linksgerichtete Staatschefin lehnte es zugleich erneut ab, die Proteste mit Polizeigewalt zu unterdrücken.

US-Präsident Donald Trump, der nach eigenen Angaben ein enges Verhältnis zu Infantino aufgebaut hat, kündigte an, die Weltmeisterschaft besuchen zu wollen. Welche Spiele er sehen will, ließ er offen.

„Ich habe heute Morgen mit Gianni gesprochen. Er sagte, so einen Erfolg habe es noch nie gegeben“, so Trump über das anstehende Turnier.

Messi glänzt bei Comeback

Auf dem Platz sorgte Argentiniens Superstar Lionel Messi für ein Ausrufezeichen: Der Angreifer traf am Dienstag nur wenige Augenblicke nach seiner Einwechslung, zerstreute damit letzte Zweifel an seiner Fitness und half dem Titelverteidiger, das abschließende Testspiel zu gewinnen.

Der 38-jährige Messi war in der Vorbereitung auf die Titelverteidigung noch nicht für Argentinien zum Einsatz gekommen, nachdem er sich Ende Mai bei einem Spiel für Inter Miami eine Oberschenkelverletzung zugezogen hatte.

Rund zwanzig Minuten vor Schluss kam er vor ausverkauften 88.000 Zuschauern im Spiel gegen Island in Auburn im US-Bundesstaat Alabama ins Spiel. Mit einem cleveren Steckpass setzte er Lautaro Martínez ein, der im Strafraum gefoult wurde.

Messi, der Argentinien vor vier Jahren in Katar zum dritten WM-Titel geführt hat und nun vor seiner sechsten Weltmeisterschaft steht, verwandelte den Strafstoß wuchtig und stellte die Weichen auf einen 3:0-Sieg des Titelverteidigers.

Argentinien bestreitet sein erstes Spiel am 16. Juni in Kansas City gegen Algerien.

Neben Spanien, Frankreich und England zählt Argentinien zu den Favoriten auf den Titel.

Weitere Quellen • AP, AFP

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

WM 2026: Analysten, die zweimal richtig lagen, sehen neuen Titelträger

Cannavaro kritisiert Sicherheitskontrollen gegen Usbekistans WM-Team

Mehr als 28.000 € für WM-Finale-Ticket: Das sagt FIFA-Chef Infantino