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Musikmesse Visa for Music in Rabat: Diesmal (fast) nur online

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Musikmesse Visa for Music in Rabat: Diesmal (fast) nur online
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Im vergangenen Jahr herrschten noch Hochbetrieb und Optimismus auf der Musik-Messe Visa for Music im marokkanischen Rabat.

Sie ist einer der wichtigsten Umschlagsplätze für die internationale Künstlervermittlung, mit einem Schwerpunkt auf Musikern, Musikerinnen und Gruppen aus Afrika und Nahost.

In diesem Jahr gibt es nur eine abgespeckte Online-Version des Kulturaustausches.

Brahim el Mezned ist der Gründer und Direktor von Visa For Music: "Wir haben die Künstler eingeladen, die von einer Jury ausgewählt worden sind. Leider konnten wir keine ausländischen Künstler begrüßen, weil viele Grenzen geschlossen sind. Wir haben uns auf marokkanische Künstler und in Marokko lebende Künstler konzentriert. Wir haben für ihre Unterbringung und Verpflegung gesorgt und wir haben für sie Videos produziert, die wir während der Feierlichkeiten präsentieren werden."

Im Vordergrund steht die Kontaktaufnahme und die Veranstaltung von Auftritten in Europa. In Nahost und Afrika fanden im laufenden Jahr praktisch keine Festvals statt.

Brahim el Mezned legt den Fokus weiterhin auf Europa: "Sie veranstalten viele Festivals in Europa, viele Sommerfestivals, und so werden afrikanische Künstler dort, so fürchte ich, leider vom Radar der internationalen Konzertveranstalter verschwinden.. Es geht darum, dass diese Krise viele Opfer hinterlassen wird, leider, und vor allem werden viele künstlerische Projekte verschwinden, das ist sicher."

El Mezned sagte ferner: "Ich hoffe, dass im kommenden Jahr Covid-19 nur noch eine schlechte Erinnerung ist, und dass die Veranstalter wieder anfangen, Künstler einzuladen, vor allem aus Nahost und aus Afrika, denn die Künstler und ihre Familien hängen sehr stark von diesen internationalen Tourneen ab."

Die Visa for Music Messe und Konferenz in Rabat läuft noch bis kommenden Samstag über Facebook, Instagram und Zoom.