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Der beste Job der Welt: Kino auf der einsamen Insel

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Poster für das "Isolierte Kino"
Poster für das "Isolierte Kino"   -   Copyright  Göteborg Film Festival
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Ende Januar startet das Göteborger Filmfestival - wegen Corona rein digital. Nur ein einziger Glückspilz darf die Wettbewerbsbeiträge in echt sehen, und zwar menschenseelenallein auf der Leuchtturminsel Pater Noster nördlich von Göteborg, umrundet von Wind und Wellen.

"Isoliertes Kino" heißt das originelle Konzept mit 60 Filmpremieren, eine Woche lang. Für Kost und Logis ist gesorgt. Alles andere muss an Land bleiben.

Jonas Holmberg, künstlerischer Direktor des Festivals, sagt: "Worauf ich sehr neugierig bin: Wie ist diese Erfahrung allein auf einer Insel zu sein, ohne Telefon oder Computer. Nicht mal mit einem Buch. Wie wirkt sich das aus? Wie ist es unter diesen Umständen 60 Filme des Filmfestivals zu sehen? Ruft es andere Emotionen hervor?"

Kino online hat auch einen positiven Aspekt

Interessenten können sich auf der Webseite des Festivals um den exklusiven Kinosessel auf der Insel bewerben. Das Göteborger Filmfestival ist das größte in Skandinavien mit Filmpremieren, Interviews und diesmal Festivalatmosphäre online.

Gerade das Web habe auch einen positiven Aspekt, Jonas Holmberg. "Das Festival bietet auch einen regelmäßigen Streaming-Service für Arthouse-Filme an. Wir haben festgestellt, dass im vergangenen Jahr, als viele Menschen bei sich zu Hause bleiben mussten, die Nachfrage stark gestiegen ist. Es gibt also auch einen positiven Aspekt, Autorenfilme haben in einem Jahr wie diesem auf neue Weise ein Publikum erschlossen."

Reif für die Insel?

Wer immer auf der einsamen Insel landet, ist dazu eingeladen, über seine Filmerfahrungen in einem Videotagebuch zu berichten, das die Außenwelt verfolgen kann. Bewerbungen für Kinoaußenposten können bis zum 17. Januar eingereicht werden.

Während des Festivals wird es zwei weitere isolierte Filmvorführungsstätten geben: in einer Arena und einem menschenleeren Kino.