Am Samstagabend war ein Autofahrer in einem bei Nachtschwärmern beliebten Viertel in der Stadt Derby gerast. Die britische Polizei sagt, sie habe einen 36-Jährigen festgenommen. Beim Tatmotiv werde in alle Richtungen ermittelt.
Am Samstagabend herrschte Panik auf den Straßen der britischen Stadt Derby in Mittelengland. Ein Autofahrer war gegen 21 Uhr 30 Ortszeit im beliebten Ausgehviertel Friar Gate in eine Gruppe von Fußgängern gerast. Dabei wurden mindestens sieben Menschen verletzt und in Krankenhäuser eingeliefert.
Einige der Verletzten befinden sich nach Angaben der Behörden in einem ernsten Zustand. Am Sonntag war aber offenbar keiner der Verletzten in Lebensgefahr.
Ein Augenzeuge berichtete dem "Mirror", es habe ein „wahres Blutbad“ gegeben, mit Menschen, die auf der Straße und auf dem Bürgersteig lagen.
Noch am Samstagabend hatte die Polizei einen Zeugenaufruf lanciert. Doch viele Menschen in Derby stehen unter Schock: "Es ist so traurig, alle sind völlig erschüttert. Die Leute haben geweint, ich kann einfach nicht glauben, dass so etwas passiert ist", erklärte eine Frau, die vor Ort war.
Mit einem Suzuki Swift in die Menschengruppe gerast
Die Polizei gab gegen 23 Uhr Ortszeit bekannt, sie habe sieben Minuten nach dem Geschehen einen 36-jährigen Mann, den Fahrer des schwarzen Suzuki Swift, als Verdächtigen festgenommen.
Nach Angaben des Ermittlungsteams lebte der Mann seit mehreren Jahren in Großbritannien, stammt aber aus Indien.
Polizeibeamte aus Derbyshire leiten die Ermittlungen mit Unterstützung einer Anti-Terror-Einheit. Dies sei "bei Vorfällen dieser Art gängige Praxis", und die Polizei gehe hinsichtlich möglicher Motive "vorbehaltlos" vor, heißt es. Es werde in alle Richtungen ermittelt.