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Börsen stabil, Ölpreis bleibt wegen stockender USA-Iran-Gespräche über 100 Dollar

Europäische Börsen: Parkett (Archivbild)
Europäische Börsen: Handelssaal (Archivbild) Copyright  AP Photo
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Von Angela Barnes
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Europas Börsen und US-Futures treten am Montagmorgen auf der Stelle, der Brent-Ölpreis bleibt über 100 Dollar, asiatische Märkte erholen sich, Gespräche zwischen Iran und USA stocken.

Die Ölpreise sind zum Wochenauftakt gestiegen. Die neue Unsicherheit um die US-iranische Diplomatie schürt trotz der verlängerten Waffenruhe weiter Sorgen.

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Zurzeit liegt der Preis für die Nordseesorte Brent, den internationalen Referenzwert, 2,8 % höher bei 108 Dollar je Barrel. Innerhalb einer Woche ist Brent damit um zehn Prozent teurer geworden.

Zur gleichen Zeit legte der US-Referenzwert WTI um 2,5 % auf rund 96,7 Dollar je Barrel zu.

Der Anstieg folgt auf eine zweite Runde von Gesprächen zwischen den USA und dem Iran, die am Wochenende ohne Fortschritte blieb.

Am Samstag strich das Weiße Haus die geplante Entsendung von Unterhändlern nach Pakistan für weitere Gespräche. Der US-Präsident begründete dies damit, dass Teheran US-Forderungen nicht erfüllt habe und weiter unklar sei, wie es um die Führung des Landes steht.

„Wenn sie wollen, können wir reden, aber wir schicken niemanden“, sagte Trump am Sonntag. Zuvor schrieb er in sozialen Netzwerken: „Sie müssen nur anrufen!!!“

Trumps jüngste Äußerungen zu den US-iranischen Verhandlungen

Unterdessen zwingt anhaltende iranische Raketentätigkeit Öltanker, die Straße von Hormus zu meiden. Durch diese zentrale Schifffahrtsroute fließt normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten Rohölangebots.

Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich am Montagmorgen kaum verändert. Der Euro Stoxx 50 und der breiter gefasste Stoxx 600 pendelten um die Nulllinie. Anleger bewerteten dabei die jüngsten Entwicklungen in den US-iranischen Gesprächen.

Der britische Leitindex FTSE 100 und der französische CAC 40 gaben leicht nach. Der deutsche DAX lag zugleich knapp 0,2 % im Plus, der italienische FTSE MIB gewann mehr als 0,2 %.

Die US-Futures notieren durchweg leicht im Minus. Am besten hält sich der technologielastige Nasdaq, der fast unverändert bleibt.

Anleger behalten die Lage im Nahen Osten im Blick. Zugleich richtet sich der Fokus in dieser Woche auf die Notenbanken: Die Europäische Zentralbank, die US-Notenbank Federal Reserve und die Bank of England stehen vor wichtigen Zinsentscheidungen.

Alle drei Notenbanken dürften ihre Leitzinsen zunächst unverändert lassen, doch Analystinnen und Analysten werden jede Formulierung genau lesen, um Hinweise zu bekommen, wie lange diese restriktive Linie anhält. Die Weltwirtschaft bleibt eng an die Unwägbarkeiten des Iran-Kriegs gekoppelt.

Letztlich bestimmt damit eine geopolitische Lage den weiteren Kurs der Geldpolitik im Jahr 2026, die weit außerhalb des Einflussbereichs der Zentralbankspitzen liegt.

Asien-Pazifik-Börsen uneinheitlich

Auch an den Börsen im Asien-Pazifik-Raum zeigte sich in der Nacht ein gemischtes Bild.

In Tokio markierte der Nikkei-225-Index zunächst ein neues Rekordhoch und sprang um 1,4 % auf 60.564 Punkte. Inzwischen hat er einen Großteil der Gewinne wieder abgegeben.

Auch der südkoreanische Kospi legte um 2,1 % auf 6.617 Zähler zu. In Hongkong gab der Hang-Seng-Index um 0,2 % auf 25.922 Punkte nach, der Shanghai Composite stieg um 0,2 % auf 4.089 Punkte.

Der australische S&P/ASX 200 verlor 0,3 % auf 8.759 Punkte. In Taiwan kletterte der Taiex dagegen um mehr als drei Prozent. Rückenwind kam von wieder anziehender Nachfrage nach Technologiewerten im Zuge des Booms bei Künstlicher Intelligenz.

Am Devisenmarkt fiel der US-Dollar von 159,59 auf 159,34 japanische Yen. Der Euro zog von 1,1701 auf 1,1723 Dollar an.

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