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Maersk verlegt weiteren Dienst auf Suez, umfassende Rückkehr noch fern

Das Hongkonger Frachtschiff XIN YU passiert am Mittwoch, 16. April 2025, den Suezkanal bei Ismailia in Ägypten. (AP Photo/Amr Nabil)
Das unter Hongkonger Flagge fahrende Schiff XIN YU passiert am Mittwoch, 16. April 2025, den Suezkanal bei Ismailia in Ägypten. (AP Photo/Amr Nabil) Copyright  AP Photo
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Von Mohamed Elashi
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Der Schritt gehört zu einer vorsichtigen Rückkehr in den Suezkanal: Seit Anfang Juli kehren vier Maersk-Verbindungen zurück, die jüngste Mitte August; neun andere laufen weiter um Afrika.

Die Reedereien Maersk und Hapag-Lloyd verlegen einen weiteren wichtigen Asien–Europa-Containerdienst zurück auf die Route durch den Suezkanal. Das ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur schrittweisen Rückkehr der Schifffahrt auf diese Verbindung.

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Der gemeinsam im Rahmen der Gemini Cooperation betriebene Dienst AE19 verbindet Asien, das Mittelmeer, Saudi-Arabien und Europa. Bisher lief die Route um das Kap der Guten Hoffnung.

Die beiden Reedereien erklärten am Montag, die Umstellung gelte ab sofort. Den Anfang macht die westwärts fahrende „Berlin Maersk“.

Hapag-Lloyd erklärte gegenüber Euronews, die Umstellung auf AE19 spare im Vergleich zur Route um das Kap rund vier Wochen.

Maersk begründete den Schritt mit einer Neubewertung der Sicherheitslage im Roten Meer. Hapag-Lloyd sprach von einer „gezielten Anpassung für einen ausgewählten Dienst, nicht von einer generellen Rückkehr des gesamten Netzes“.

Weitere Routenentscheidungen hängen laut Hapag-Lloyd von der Sicherheitslage, der operativen Machbarkeit und den Auswirkungen auf die Kundschaft ab.

Maersk zufolge gehört AE19 zu vier Diensten, die seit Anfang Juli von der Route um das Kap der Guten Hoffnung auf den Suezkanal verlegt wurden. Die anderen heißen AE15, MECL und WAF6.

Das Containerschiff „Vilnia Maersk“ wird am Containerterminal JadeWeserPort in Wilhelmshaven in Deutschland am Dienstag, 15. November 2022, entladen. (AP Photo/Michael Sohn)
Das Containerschiff „Vilnia Maersk“ wird am Containerterminal JadeWeserPort in Wilhelmshaven in Deutschland am Dienstag, 15. November 2022, entladen. (AP Photo/Michael Sohn) AP Photo

Maersk erklärte gegenüber Euronews, dass neun weitere Dienste, die von einer Route durch das Rote Meer und den Suezkanal profitieren könnten, weiterhin um das Kap der Guten Hoffnung fahren. Zu möglichen weiteren Umstellungen äußerte sich der Konzern nicht.

Auch Schifffahrtsanalysten warnen, die Rückkehr einiger weniger Dienste dürfe nicht als umfassende Wiederaufnahme des Verkehrs durch den Kanal missverstanden werden.

Simon Heaney, Senior Manager für Containerforschung bei der maritimen Beratung Drewry, sagte Euronews, die Erholung des Suez-Verkehrs hänge eng davon ab, wie sich die Krise in der Straße von Hormus und der breitere Konflikt im Nahen Osten entwickeln.

„Solange der Konflikt nicht gelöst ist, rechnen wir nicht mit einer nennenswerten Rückkehr der Asien–Europa-Verkehre über Suez“, sagte er.

Warum die Rückkehr schrittweise verläuft

Selbst bei einer besseren Sicherheitslage werden Reedereien voraussichtlich nicht alle Dienste gleichzeitig nach Suez zurückverlagern.

Heaney erwartet eine Rückkehr in mehreren Etappen. Zuerst dürften Fahrten ab Europa folgen, die meist Güter mit geringerem Wert transportieren. Für wertvollere Ladungen bräuchten die Reedereien die Sicherheit, dass die Kampfhandlungen nicht wieder aufflammen.

Dafür gibt es auch einen wirtschaftlichen Grund.

Die Umfahrung Afrikas erfordert mehr Schiffe, da jede Reise länger dauert. Würden viele Dienste gleichzeitig auf Suez zurückgestellt, würden diese Schiffe frei – zu einem Zeitpunkt, an dem die Reedereien ohnehin zahlreiche Neubauten übernehmen.

„Die Reedereien müssen ihre Kapazitäten sorgfältig steuern, weil derzeit sehr viele neue Schiffe ausgeliefert werden“, so Heaney. „Wenn sie massenhaft Fahrtrouten verkürzen, fallen die Frachtraten stark.“

Für europäische Importeure bedeutet das, dass die Vorteile der Rückkehr nach Suez nicht schlagartig eintreten. Einige wiederaufgenommene Dienste verkürzen zwar einzelne Verbindungen, doch die üblichen Transitzeiten im gesamten Netz werden nicht sofort zurückkehren.

Wichtige Route für Ägypten und Europa

Der Suezkanal ist die kürzeste Seeverbindung zwischen Asien und Europa. Er erspart die deutlich längere Route um das Kap der Guten Hoffnung.

Die Umleitungen verlängern Fahrzeiten und erhöhen den Treibstoffverbrauch. Gleichzeitig entgeht Ägypten eine wichtige Devisenquelle.

Die Suezkanal-Behörde wirbt seit Monaten um die Rückkehr der Reeder. Im Juni erklärte ihr Vorsitzender, Admiral Osama Rabiee, kürzere Transitzeiten und geringere Betriebskosten lockten einige der größten Containerschiffe der Welt zurück in den Kanal.

Rabiee äußerte sich, als die „CMA CGM Vendôme“ den Kanal auf einer Verbindung zwischen Asien und Nordwesteuropa passierte. Das Schiff kann bis zu 24 000 Standardcontainer mit 20 Fuß Länge laden.

Die Passage war die erste südgehende Suez-Durchfahrt des Dienstes FAL 3 seit Januar. Nach Angaben der Behörde fuhren Schiffe des französischen Konzerns CMA CGM zwischen Januar und Mai 104 Mal durch den Kanal und transportierten zusammen 12,5 Millionen Tonnen Fracht.

Die Rückkehr mehrerer Dienste gilt als frühes Zeichen für wieder anziehenden Verkehr durch Suez. Hapag-Lloyd und Drewry betonen jedoch, dass AE19 noch keinen umfassenden Neustart bedeutet.

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