Vier Tage lang ist Nathalie Pohl durch Main und Rhein geschwommen – nun hat sie ihr Ziel Köln erreicht. Mit der sportlichen Herausforderung über rund 200 Kilometer sammelt die Extremschwimmerin mehrere Hunderttausend Euro für einen guten Zweck.
Vier Tage und mehr als 200 Kilometer im Wasser: Extremschwimmerin Nathalie Pohl hat am Freitagabend das Kölner Rheinufer erreicht. Die 31-Jährige war am Dienstagmorgen in Frankfurt in den Main gesprungen und hatte die gesamte Strecke bis Köln schwimmend zurückgelegt.
Mit der Aktion wollte Pohl auf die Bedeutung von sicherem Schwimmen für Kinder aufmerksam machen. Entlang der Strecke wurden über Spenden und verschiedene Aktionen Gelder für Schwimmprojekte und Schwimmausbildungen gesammelt. Nach Angaben ihres Teams kamen bis zum Abschluss der Aktion 616.000 Euro zusammen.
Pohl schwamm die Strecke nicht durchgehend. Etwa alle zwei Stunden wechselte sie sich mit anderen Schwimmern ab, nachts wurde pausiert. Bereits im Vorfeld hatte sie lokale Schwimmvereine und -gruppen dazu aufgerufen, sie auf einem Teil der Strecke zu begleiten.
Pohl warnt: Rhein ist kein Badegewässer
"Jedes Kind verdient es, sich sicher im Wasser zu fühlen", sagte Pohl nach ihrer Ankunft laut Mitteilung. Sie freue sich, mit ihrer Aktion auf die Bedeutung von Schwimmsicherheit aufmerksam machen zu können.
Die Schwimmstrecke war riskant, denn Fließgewässer sind tückisch: Starke Strömungen und Wirbel unter der Wasseroberfläche sind oft nicht erkennbar. Nathalie Pohl stellt abschließend klar: "Gerade im Rhein ertrinken leider immer noch zu viele Menschen. Er ist kein Badegewässer, selbst wenn man gut schwimmen kann. Meine Challenge soll nicht als falsches Signal verstanden werden. Ich möchte das Schwimmen hier nutzen, um möglichst viele Menschen zu erreichen und auf die Gefahren aufmerksam zu machen."
In Köln gilt seit September 2025 ein allgemeines Badeverbot im Rhein, Pohl hatte eine Sondergenehmigung für ihre Aktion bekommen.