Gold und Anmut: Die Feste der Senhora da Agonia in Viana do Castelo sind weit mehr als eine religiöse Prozession. Sie feiern Portugal und die Stärke der Frauen aus Minho.
Jeden August kehrt der farbenprächtige Umzug in die Straßen von Viana do Castelo zurück. Die Festas da Senhora da Agonia, die Tausende Besucherinnen und Besucher in die Hauptstadt des Alto Minho locken, sind weit mehr als eine religiöse Wallfahrt: Sie gelten als eines der authentischsten Symbole Portugals und der portugiesischen Identität. Was durch Vianas Straßen zieht, ist vor allem der Stolz auf jahrhundertealte Traditionen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden – so wie die vielen Lagen Gold, die die mordomas um den Hals tragen.
Euronews hat den aus Viana stammenden Fotografen Domingos Jaques eingeladen, uns einen Eindruck von den Farben und der Freude zu geben, die in diesen Tagen in der Stadt zu spüren sind:
Die mordoma ist die zentrale Figur der Umzüge und geht auf die Frau zurück, die Haus und Familie organisiert. Mehr als 1.000 Frauen waren am Mittwoch beim Umzug der Mordomas und am Samstag beim historischen, ethnografischen Umzug dabei. Sie sind jeden Alters, von Jugendlichen bis zu Urgroßmüttern, und zeigen entlang der Route die besondere Schönheit und Kraft der Frauen aus dem Minho.
Die Feierlichkeiten enden an diesem Sonntag mit der feierlichen Prozession.