Loader
Finden Sie uns
Werbung

UEFA bereitet Strafanzeige gegen FIFA-Chef Infantino in der Schweiz vor

FIFA-Präsident Gianni Infantino kommt zur Amtseinführung des neuen kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella in Cali am siebten August 2026.
FIFA-Präsident Gianni Infantino trifft zur Amtseinführung von Kolumbiens neuem Präsidenten Abelardo de la Espriella am 7. August 2026 in Cali ein. Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Gavin Blackburn
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Viele hatten gehofft, dass Gianni Infantino das ramponierte Image der FIFA erneuert, als er 2016 den gestürzten Präsidenten Sepp Blatter ablöste.

Die UEFA bereitet vor Schweizer Gerichten eine Strafanzeige gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino vor. Hintergrund sind mögliche Fälle von finanzieller Misswirtschaft rund um seinen gescheiterten Plan, künftige WM-Gewinne an private Investoren zu verkaufen.

WERBUNG
WERBUNG

Der Verband teilte am Donnerstag mit, bei einem Gericht in Manhattan Unterlagen eingereicht zu haben. Damit will die UEFA mögliche Beweise vom New Yorker Investmentfonds Thrive Capital Management sichern, den Joshua Kushner gegründet hat.

Der 41-Jährige Joshua Kushner gründete 2009 seine Investmentfirma, die unter anderem in Unternehmen wie Instagram, Spotify, Stripe und OpenAI investiert hat. Kushner ist der jüngere Bruder von Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump. Politisch ist er nicht mit seinem Bruder gleichzusetzen, er hat sich öffentlich von Teilen der konservativen Politik seiner Familie distanziert und gilt als eher liberal/progressiv.

Kushner sollte als Ankerinvestor auftreten. Geplant war eine Zahlung an die FIFA über 4,2 Milliarden Dollar (3,6 Milliarden Euro) für eine Beteiligung von 20 Prozent an einer Tochtergesellschaft, die die kommerziellen Veranstaltungen des Weltverbands, darunter die Fußball-Weltmeisterschaft, organisiert.

„UEFA und ihre Rechtsvertreter erwägen ein Strafverfahren in der Schweiz gegen Infantino und möglicherweise weitere FIFA-Funktionäre wegen strafbarer Misswirtschaft nach Artikel 158 des Schweizer Strafgesetzbuches“, heißt es in einem 56-seitigen Dokument, das der Nachrichtenagentur Associated Press vorliegt.

Darin wird angedeutet, die Summe von 4,2 Milliarden Dollar könne ein „betrügerisch marktferner Preis sein, den Infantino zu seinem eigenen Vorteil befördert“.

Infantino gab den Verkaufsplan am 1. August auf, nachdem weltweit Fußball-Führungspersönlichkeiten, darunter die UEFA, heftig dagegen protestiert hatten.

Die Lage entwickelt sich weiter, unsere Redaktion arbeitet an Aktualisierungen.

Weitere Quellen • AP

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Neuseeland entzieht FIFA-Chef Infantino die Unterstützung

FIFA stellt sich hinter Infantino: UEFA soll mutmaßliche Geliebte ausgezahlt haben

Von der Leyen erhöht Druck auf China wegen Handelsdefizit