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Schwere Schulranzen belasten Kinder: So wird die Tasche leichter

Schwere Ranzen belasten den Körper von Kindern.
Schwere Schultaschen belasten den Körper von Kindern. Copyright  Cheyanne Mumphrey/Copyright 2026 The AP. All rights reserved.
Copyright Cheyanne Mumphrey/Copyright 2026 The AP. All rights reserved.
Von Marta Iraola Iribarren mit AP
Zuerst veröffentlicht am
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Zum Start der Schuljahreseinkäufe warnen Fachleute: Zu schwere Schulranzen belasten Kinderkörper, führen zu Fehlhaltungen und Schmerzen.

Rucksäcke können modisch und praktisch sein. Aber sie werden schnell zu schwer: vollgestopft mit Büchern, digitalen Geräten, Musikinstrumenten, Sportausrüstung und vielem mehr.

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Gut vorbereitet zu sein ist wichtig. Doch Kinder, die zu Fuß zur Schule gehen oder an außerschulischen Aktivitäten teilnehmen, tragen oft mehr, als ihr Körper verkraftet.

Wenn Familien mit den Einkäufen zum Schulstart beginnen, stellt sich die Frage, woran sie erkennen, dass der Rucksack ihres Kindes zu schwer ist, und wie sie die Last verringern können.

Wie schwer ist zu schwer?

Der typische Schulrucksack hat sich verändert, leichter ist er aber nicht unbedingt geworden. Ob Kinder nun Schulbücher, digitale Geräte oder beides dabeihaben: Dazu kommen oft Hefte, Trinkflaschen, Brotdosen oder Sportsachen. Für sich genommen wirkt das nicht schwer. In Summe belastet es den Körper eines Kindes jedoch unnötig.

Nach Angaben der American Academy of Pediatrics gibt es Warnsignale, dass ein Rucksack zu schwer ist: Ein Kind beugt sich nach vorne, um das Gewicht auszugleichen, oder hat Mühe beim Gehen. Die Träger dürfen sich nicht in die Schultern einschneiden.

Verletzungen am Rücken sind selten, aber möglich, besonders wenn ein Kind mit einem schweren Rucksack stürzt, erklärt Sadika Kendi, Ärztin und Vorsitzende des Programms zur Unfallprävention der Akademie.

„Schlimmer wird es, wenn ein Kind zum Beispiel stolpert und mit einem riesigen, schweren Rucksack fällt“, sagte sie der Nachrichtenagentur Associated Press. „Dann lastet zusätzliches Gewicht auf dem Körper, und eine Verletzung kann schwerer ausfallen.“

Als grobe Faustregel gelten oft zehn bis fünfzehn Prozent des Körpergewichts eines Kindes. Doch dafür gebe es keine ausreichende wissenschaftliche Grundlage, betont Kendi. Kinder unterscheiden sich in Größe, Kraft, körperlicher Entwicklung und Alltag. Bezugspersonen sollten deshalb die individuellen Bedürfnisse jedes Kindes im Blick behalten und Rucksäcke generell so leicht wie möglich halten.

Den passenden Rucksack auswählen

Gesundheitsbehörden empfehlen (Quelle auf Englisch) Rucksäcke mit zwei breiten, gepolsterten und verstellbaren Trägern.

Die Träger sollten so fest sitzen, dass der Rucksack nah am Körper bleibt. Die Unterkante sollte knapp oberhalb der Taille des Kindes liegen. Ein Modell mit Hüftgurt kann das Gewicht zusätzlich besser verteilen.

Rucksäcke mit Rollen können hilfreich sein, besonders für Kinder mit Verletzungen. Fachleute warnen jedoch, dass sie in Schulen mit vielen Treppen oder vollen Fluren zur Stolperfalle werden können.

Nur das Nötigste mitnehmen

Wenn Familien die Materiallisten für den Schulstart erhalten, sollten sie prüfen, was ein Kind wirklich täglich mitnehmen muss.

Nach Ansicht von Samantha Ness, Geschichtslehrerin in Phoenix in den USA, sollten Eltern vor allem darauf achten, dass ihre Kinder die Grundausstattung dabeihaben und sich nicht von angesagten, dekorativen oder besonders teuren Produkten verleiten lassen.

Ihre Schülerinnen und Schüler können im Unterricht auf Schulbücher zurückgreifen. Trotzdem sollen sie jeden Tag einen Laptop und das Ladegerät mitbringen. Da digitale Geräte im Schulalltag immer wichtiger werden, verzichten manche Kinder inzwischen komplett auf Papier, erzählt sie. Sie verlassen sich nur auf ihre Technik – die allerdings auch leicht ablenkt.

Mit zunehmendem Alter, sagt Ness, verwandeln sich manche Rucksäcke fast in private Aufbewahrung. Darin landen dann Schminke, Nagellack oder sogar Föhne – Dinge, die mit Schulmaterial wenig zu tun haben.

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