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Hacker-Attacke auf Berlin: Hochsensible Daten schon überall im Darknet

Reichstagsgebäude an einem bewölkten Sommertag in Berlin, Deutschland, am Dienstag, den 21. Juli 2026.
Reichstagsgebäude an einem bewölkten Sommertag in Berlin, Deutschland, am Dienstag, den 21. Juli 2026. Copyright  AP Photo
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Von Nela Heidner & Euronews
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Hacker-Attacke auf die deutsche Hauptstadt. Der massive Cyberangriff auf die Berliner Landesverwaltung hat eine neue Dimension erreicht: Fast sechs Terabyte Daten sind im Darknet aufgetaucht – darunter offenbar hochsensible Unterlagen.

Die Hackergruppe "Rhysida" hat fast sechs Terabyte an Daten der Berliner Landesverwaltung im Darknet veröffentlicht. Darunter sollen sich auch äußerst kritische Informationen befinden. Die Dimension des Leaks ist gewaltig: 1.439.893 Dateien. Aus der Berliner Verwaltung und Politik gibt es bislang kaum Antworten.

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In den veröffentlichten Dateien findet sich unter anderem ein Ordner mit dem Titel „AG CBRN-Rahmenplanung“. CBRN steht für chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren. Damit könnten hochsensible Informationen zu möglichen Gefahrenlagen nun öffentlich zugänglich sein – und auch von Terroristen oder ausländischen Nachrichtendiensten eingesehen werden.

Der Investigativjournalist Lars Winkelsdorf schlägt auf „X“ Alarm. Ihm zufolge hat dieser Cyberangriff ein „staatsgefährdendes Ausmaß“: „Enthalten sind neben Unterlagen des LKA zu Ermittlungen auch Pläne, die den Verteidigungsfall betreffen, bis zu geheimen Kommunikationswegen der Bundesregierung für den Fall des Weltuntergangs.“

Abgeflossen sind auch zahlreiche persönliche Daten, insbesondere von Landesbeamten. Dazu gehören unter anderem Geburtsurkunden, offenbar Abwesenheitslisten, Telefonnummern und Wohnadressen.

Die Erpresser hatten zuvor auf ihrer Leak-Site mit der Veröffentlichung gedroht und ein Lösegeld von 30 Bitcoin, rund zwei Millionen Euro, verlangt. Dafür setzten sie einen Countdown, der am Freitag gegen 15:35 Uhr ablief. Der Berliner Senat hatte bereits vor dem Ablauf des Ultimatums klargemacht, dass er grundsätzlich nicht auf solche Erpressungsforderungen eingeht und ignorierte die Aufforderung.

Kurz nach dem Ende des Countdowns folgte der Leak: Das riesige Datenpaket wurde im Darknet veröffentlicht. In sozialen Netzwerken verbreiteten Mitglieder der Hackergruppe bereits Listen mit Dateinamen – ein Hinweis darauf, wie umfangreich der Angriff und der nun erfolgte Datenabfluss sind.

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