Die entmilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea erstreckt sich über 248 Kilometer und zählt zu den am stärksten gesicherten Grenzen der Welt.
Drei südkoreanische Offiziere sind bei einer Explosion während eines Einsatzes nahe der stark verminten Grenze zu Nordkorea verletzt worden. Das teilte das Militär in Seoul am Montag mit.
Der Vorfall ereignete sich südlich der Militärischen Demarkationslinie innerhalb der Entmilitarisierten Zone (DMZ). Sie gehört zu den am stärksten befestigten und verminten Grenzgebieten der Welt.
Zwei der verletzten Offiziere wurden per Hubschrauber ausgeflogen. Ein dritter sollte zunächst auf dem Landweg in ein Krankenhaus gebracht und dann weiter ausgeflogen werden, teilten die Vereinigten Stabschefs (JCS) mit.
Noch ist unklar, ob die Explosion von einer nordkoreanischen Mine, einer südkoreanischen Mine oder einem anderen Sprengsatz ausging.
Die drei Offiziere "wurden bei einer Explosion unbekannter Ursache verletzt, als sie südlich der MDL einen Einsatz durchführten", erklärten die JCS in einer Mitteilung.
Das Militär machte zunächst keine Angaben zum Schweregrad der Verletzungen.
Die DMZ ist eine 248 Kilometer lange und etwa vier Kilometer breite Pufferzone. Sie teilt die koreanische Halbinsel seit dem Waffenstillstand von 1953, der die Kämpfe im Koreakrieg beendete.
Die Zone selbst ist offiziell entmilitarisiert. Ihre nördlichen und südlichen Grenzstreifen gehören jedoch zu den am stärksten befestigten Grenzen der Welt und sind weiterhin mit Landminen übersät.
Rund 800 000 Minen sollen nach Militärangaben, die die Nachrichtenagentur Yonhap zitiert, in dem Gebiet vergraben sein. Viele stammen noch aus dem Koreakrieg, doch auch in den vergangenen Jahren wurden neue Minen gelegt.
Seit 2024, nachdem Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un Südkorea zum "Hauptfeind" seines Landes erklärt hat, verlegt das nordkoreanische Militär entlang der Grenze neue Minen und errichtet Panzerhindernisse. Damit will Pjöngjang die Frontlinie möglichst dauerhaft abriegeln.
Das südkoreanische Militär berichtete bereits früher, dass bei diesen Arbeiten mehrere nordkoreanische Soldaten durch versehentliche Minenexplosionen getötet oder verletzt wurden.
Minenvorfälle haben die Spannungen zwischen beiden Staaten immer wieder verschärft.
Im Jahr 2015 wurden zwei südkoreanische Soldaten schwer verletzt, als südlich der DMZ eine Landmine explodierte. Einer von ihnen verlor beide Beine.
Nach Einschätzung Seouls hatten nordkoreanische Soldaten die MDL überquert, um die Minen zu legen. Pjöngjang wies den Vorwurf zurück.
Der Vorfall veranlasste Südkorea dazu, die lautstarken Propagandasendungen über Lautsprecher entlang der Grenze gegen den Norden wieder aufzunehmen.
Der jüngste Vorfall ereignet sich zu einem Zeitpunkt, an dem Südkoreas Präsident Lee Jae-myung immer wieder zu einem bedingungslosen Dialog mit dem Norden aufruft. Bislang reagiert Pjöngjang jedoch nicht auf diese Angebote.