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Macron weist Berichte über CIA-Warnung vor russischem Drohnenangriff zurück

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ARCHIV: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron spricht in der 81. Sitzung der UN-Generalversammlung im UN-Hauptquartier in New York, 22. September 2026
ARCHIV: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron spricht in der 81. Sitzung der UN-Generalversammlung im UN-Hauptquartier in New York, 22. September 2026 -  Copyright  AP Photo
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Von Estelle Nilsson-Julien
Zuerst veröffentlicht am •Zuletzt aktualisiert
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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Berichte über CIA-Warnungen vor einem möglichen russischen Drohnenangriff auf Südeuropa zurückgewiesen. Er kündigte außerdem Militärhilfe zum Schutz der Energieanlage Yanbu in Saudi-Arabien an.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Berichte über CIA-Warnungen vor einer möglichen russischen Drohnenoperation gegen Südeuropa zurückgewiesen. Zugleich kündigte er am Donnerstag an, "militärische Mittel" zum Schutz der saudi-arabischen Hafenstadt Yanbu zu entsenden, einer Schlüsselkomponente des saudi-arabischen Energieinfrastrukturnetzes.

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In einem gemeinsamen Interview bei den Sendern France 2 und TF1 erklärte Macron: "Wir können diese Information dementieren. Die CIA hat Frankreich nicht darüber informiert, und der italienische Verteidigungsminister hat Dasselbe gesagt."

Die spanische Tageszeitung "El Mundo" hatte am Donnerstag berichtet, die CIA habe mehrere Regierungen in Südeuropa vor einer möglichen russischen Drohnenoperation gewarnt, die sich gegen Spanien, Frankreich und Italien richte.

Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto hatte diese Darstellung noch am Donnerstag zurückgewiesen. Auf der Plattform X erklärte er, der am Morgen von einer spanischen Zeitung ausgelöste Alarm über mögliche Angriffe russischer Schiffe und Drohnen auf Italien, Spanien und Frankreich nütze niemandem und sei nicht bestätigt.

"Wir leben bereits in schwierigen, 'nervösen' Zeiten, und niemand braucht noch mehr Öl im Feuer", beschwichtigte Crosetto.

Saudi-Arabiens Ölrouten am Roten Meer: Macron sagt Militärschutz zu

Macron bekräftigte, dass Frankreich "militärische Mittel" zum Schutz des Yanbu-Standorts an der Ost-West-Pipeline am Roten Meer entsenden werde. Diese Leitung bietet Saudi-Arabien eine Ausweichroute, um Rohöl und raffinierte Produkte in europäische Märkte zu bringen.

Der französische Präsident präzisierte, dass es um "militärische Mittel, also Truppen, Radarsysteme und Verteidigungssysteme zum Schutz dieses Standorts" gehe. Frankreich wolle sich jedoch nicht an Kampfhandlungen beteiligen. Ziel sei es, den Ölmarkt zu stabilisieren.

Die Pipeline spielt im Krieg im Nahen Osten eine Schlüsselrolle. Sie erlaubt es Saudi-Arabien, die Straße von Hormus zu umgehen und dennoch Öl zu exportieren. Pro Tag können fünf Millionen Barrel Rohöl transportiert werden, vorübergehend sind bis zu sieben Millionen Barrel möglich.

Der Hafen, in dem auch große Lager- und Raffineriekapazitäten stehen, ist im laufenden Konflikt im Nahen Osten zu einem Ziel der vom Iran unterstützten Huthi-Milizen aus dem Jemen geworden.

"Sobald einer dieser Standorte ausfällt, sehen wir die Folgen sofort an der Zapfsäule", konstatierte Macron. "In zwei Tagen merken Sie es."

Der Vorsitzende der linksradikalen Bewegung La France insoumise, Jean-Luc Mélenchon, reagierte auf die Pläne zur Entsendung von Militär und forderte eine Parlamentsabstimmung über den Einsatz.

"Truppen nach Saudi-Arabien zu schicken heißt, in ein Kriegsgebiet einzutreten. Wenn die Basis angegriffen wird, was machen wir dann? Es kann keine Rede davon sein, Kriegspartei zu werden", betonte Mélenchon.

Russlands Drohungen gegen Europa

Mit Blick auf Russlands laufende und zunehmende hybride Angriffe auf Europa erinnerte Macron an den Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle in der Nacht vom 4. auf den 5. August 2026, den die deutschen Behörden Russland zuschreiben.

Frankreich habe bislang keinen vergleichbaren Angriff erlebt, sagte er. Ausgeschlossen sei dies jedoch nicht. "Wenn Sie mich fragen: 'Kann das passieren?', lautet meine Antwort ja", versicherte der französische Präsident. Er betonte, Russland betrachte Europa "als das strategische Herz der Ukraine". Zugleich nannte er die Möglichkeit, dass Russland einen Angriff auf Europa vorbereite, "plausibel".

"Es ist klar, dass es mehrere Hinweise darauf gibt, dass Russland so etwas vorbereitet", räumte Macron ein.

Vor dem Hintergrund von Spekulationen über neue russische Mobilmachungspläne erklärte er, eine erneute Einberufung von rund 300.000 Soldaten sei ein "glaubwürdiges Szenario", das "oft genannt" werde.

Der französische Staatschef wertete dies als Signal, dass Moskau bereit sei, "noch größere Opfer zu bringen, um den gesamten Donbas zu erobern". Nach seiner Schätzung müsste Russland bei der derzeitigen Angriffsgeschwindigkeit "eineinhalb, zwei Jahre" vorstoßen, um die noch nicht kontrollierten Teile der Region einzunehmen – "mit schrecklichen Verlusten und Leiden für die Ukraine".

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