Nach Angaben der zuständigen „Behörden“ gelten neun Menschen weiterhin als vermisst und ihre Spuren verlieren sich seit Tagen.
Rettungskräfte haben eine weitere Leiche aus dem Wrack des Passagierschiffs "Filo Jet“ geborgen, das Ende August vor der Küste des besetzten Kyrenia in Zypern gesunken war. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf 19. Noch immer gelten neun Menschen als vermisst, wie die zuständigen Behörden mitteilen.
Die jüngste Entwicklung gab das Büro des "Premierministers“ der besetzten Gebiete, Unal Üstel, bekannt. Die Meldung verbreitete die "Nachrichtenagentur“ TAK.
Die "Filo Jet“, an Bord insgesamt 267 Passagiere und Besatzungsmitglieder, kenterte am 30. August kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen von Kyrenia im Norden der geteilten Insel.
Insgesamt wurden 239 Menschen gerettet. Zunächst bestätigten die Behörden acht Todesfälle. Gleichzeitig startete eine großangelegte Suche nach 20 Vermissten.
Die Suchaktionen laufen seither weiter. Spezialisierte Teams arbeiten direkt am Wrack und im umliegenden Seegebiet. Das Schiff liegt in rund 514 Metern Tiefe.
Am 25. September teilte Üstel mit, dass der Reise-Datenrekorder des Schiffs (VDR), die sogenannte „Black Box“, gefunden wurde. Das Gerät ging zur Auswertung an die"Polizei“. Die aufgezeichneten Daten sollen helfen, die Umstände des Unglücks genauer zu klären.
Der "Premierminister“ erklärte damals, die Arbeiten am Wrack selbst seien abgeschlossen. Die Suche nach den noch vermissten Menschen werde jedoch fortgesetzt.
Wenige Stunden nach dem Unglück nahmen die Besatzungsbehörden neun Personen fest. Der Verdacht lautet fahrlässige Tötung. Unter den Festgenommenen sind Kapitän Mustafa Öz, sieben Crewmitglieder und ein Manager von Filo Denizcilik, der Reederei, die das Schiff betrieb.
Die neun Beschuldigten wurden am Freitag erneut einem „Gericht“ in Kyrenia vorgeführt. Nach Angaben der Webseite Kibris Postasi verlängerte das Gericht ihre Untersuchungshaft um weitere sieben Tage.