Die Fähre vor Nordzypern mit mehr als 260 Passagieren an Bord war zunächst umgekippt und dann gesunken. Sie waren auf dem Weg in die Türkei.
Der Kapitän der Fähre, die vor der Küste Zyperns gesunken ist und mindestens acht Menschen in den Tod gerissen hat, ist festgenommen worden.
Auch acht weitere Besatzungsmitglieder, die sich an Bord befanden, als die Fähre von Kyrenia auslief, wurden festgenommen. Die Ermittlungen dauern an.
Die Ursache des Unglücks bei strahlendem Sonnenschein und ruhiger See ist weiterhin unklar. Am späten Abend versuchten Rettungskräfte weiterhin eventuell im Wrack der Fähre eingeschlossene Menschen zu retten.
An Sonntagmittag war das Passagierschiff mit mehr als 260 Personen an Bord gekentert.
Mehr als 230 Menschen wurden laut Angaben der Behörden gerettet. Es werden noch fast 20 Menschen vermisst.
Die Fähre war aus Kyrenia (türkisch: Girne) im Norden Zyperns ausgelaufen und unterwegs zum türkischen Hafen Taşucu in Mersin. Zum Zeitpunkt des Unglücks befand sie sich rund zwei Kilometer vor der Küste von Kyrenia oder Girne entfernt.
Nach dem Unglück rückten Einheiten der türkisch-zyprischen Küstenwache in das Gebiet aus.
Auf Videos in den sozialen Medien ist zu sehen, wie sich zahlreiche Menschen auf dem Schiffsrumpf der umgekippten Fähre befinden.
Augenzeugen berichten von chaotischen Szenen
Passagiere, die sich im unteren Teil der Fähre befanden, informierten laut Medienberichten die Crew darüber, dass Wasser in das Schiff eindrang.
Augenzeugen zufolge brach Panik an Bord aus.
Später mussten viele Menschen mit Schwimmwesten aus dem Meer gerettet werden. Rettungskräfte setzten auch einen Helikopter ein, um die Gestrandeten zu lokalisieren.
Zahlreiche Boote helfen bei Rettung
Der Ministerpräsident der nur von der Türkei anerkannten Republik Nordzypern, Ünal Üstel, und der Minister für öffentliche Arbeiten und Verkehr, Erhan Arıklı, begaben sich Berichten zufolge an den Unglücksort und verfolgten die laufenden Rettungsarbeiten.
Die Zeitung Kıbrıs Postası berichtete, dass alle Krankenhäuser der Region in Alarmbereitschaft versetzt wurden. Zahlreiche Boote in der Umgebung und entlang der Küste fuhren zur Unglücksstelle, um Hilfe zu leisten.