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Schneider Electric: Aktie stürzt nach 22,6-Mrd.-Dollar-PTC-Deal ab

Archivbild: Die Zentrale von Schneider Electric, „Le Hive“, in Rueil-Malmaison bei Paris, aufgenommen im November 2009.
Archivbild: Der Schneider-Electric-Hauptsitz Le Hive in Rueil-Malmaison bei Paris, aufgenommen im November 2009. -  Copyright  Wilmotte & associés architectes / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0
Copyright Wilmotte & associés architectes / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0
Von Doloresz Katanich
Zuerst veröffentlicht am
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Der französische Energietechnikkonzern Schneider Electric kauft den US-Softwareanbieter PTC für 22,6 Mrd. Dollar (20,1 Mrd. Euro); die Aktie brach nach der Nachricht am Montag ein.

Schneider Electric, eines der wertvollsten Unternehmen Europas, musste nach der Bestätigung des geplanten Kaufs von PTC einen deutlichen Kurssturz hinnehmen. Zuvor hatte der Konzern den Erwerb des US-Softwareanbieters bestätigt, der auf industrielle Konstruktionslösungen spezialisiert ist.

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Der geplante Kauf gilt als größte Übernahme in der Geschichte von Schneider Electric. Der Konzern will damit seine Industrie-KI ausbauen und Produkt- sowie Entwicklungsdaten stärker nutzen.

Der französische Energietechnik-Konzern zahlt 205 US-Dollar je Aktie und übernimmt alle PTC-Anteile in bar. Damit wird das Eigenkapital von PTC mit 22,6 Milliarden Dollar (20,1 Milliarden Euro) bewertet, das Unternehmen inklusive Schulden mit 23,7 Milliarden Dollar (21,1 Milliarden Euro).

Der Zukauf „schafft eine führende, breit aufgestellte, offene und interoperable Industrie-Software- und KI-Plattform“, erklärte Schneider in einer Mitteilung. Der Verwaltungsrat von PTC habe zugestimmt. Das Angebot liegt 42,3 Prozent über dem letzten Schlusskurs der PTC-Aktie.

Schneider betonte, die Kombination aus Industrie-Software und KI solle Kunden helfen, Produkte effizienter zu entwickeln, zu fertigen, zu betreiben und zu warten. Industrielle Daten sollen Entscheidungen unterstützen und die Leistung verbessern.

Olivier Blum, Vorstandschef von Schneider Electric, erklärte: „Die Übernahme von PTC ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg, die neue Ära der Energie- und Industrieintelligenz anzuführen. Gemeinsam schaffen wir das umfassendste Software- und KI-Zentrum der Branche und ein erstklassiges Portfolio, das die physische und die digitale Welt verbindet.“

Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Sorgen. Viele Marktbeobachter befürchten, dass Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz die Geschäftsmodelle von Softwarefirmen untergraben könnten, weil KI günstigere Alternativen zu ihren Diensten bietet.

Nach Angaben von MarketWatch unter Berufung auf Daten von FactSet war das Bewertungsmultiple von PTC in diesem Jahr zeitweise bis auf das 13,1-Fache des erwarteten Gewinns der kommenden zwölf Monate gefallen.

MarketWatch verwies auf Analysten der Investmentbank Jefferies. Sie warnten, die Angst vor Verwerfungen durch KI habe Softwarebewertungen gedrückt und ermögliche Schneider nun den Kauf von PTC zu einer Tiefstbewertung der vergangenen zehn Jahre. Zugleich könnten diese Sorgen den Aktienkurs von Schneider auch nach der Übernahme weiter belasten.

PTC-Chef Neil Barua sagte: „Wir gewinnen erheblich an Größe und Ressourcen, um Innovationen zu beschleunigen, unsere Vision eines intelligenten Produktlebenszyklus voranzutreiben und unser Geschäft auf weitere Regionen und Branchen auszuweiten, um mehr Kunden zu erreichen.“

Das Unternehmen mit Sitz in Boston beschäftigt mehr als 7.000 Mitarbeitende und betreut über 30.000 Kunden. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte PTC rund die Hälfte seines Umsatzes auf dem amerikanischen Kontinent.

Zur Finanzierung der Übernahme will Schneider Anleihen im Volumen von bis zu 17 Milliarden Euro begeben und bis zu 6 Milliarden Euro über neue Aktien einsammeln.

Der Konzern rechnet damit, spätestens im dritten Jahr nach Abschluss jährlich 250 Millionen Euro an Kosten einzusparen. Durch die Zusammenführung der Aktivitäten sollen zudem rund 800 Millionen Euro zusätzliche Erlöse entstehen.

Schneider geht außerdem davon aus, Aktienrückkäufe in den Jahren 2027 und 2028 auszusetzen. Danach sollen die Rückkäufe beschleunigt werden, um das bestehende Programm über 2,5 bis 3,5 Milliarden Euro bis Ende 2030 vollständig auszuschöpfen.

Der Abschluss der Transaktion wird bis zum dritten Quartal 2027 erwartet. Voraussetzung sind die üblichen Bedingungen, darunter die Zustimmung der PTC-Aktionäre, die mindestens die Mehrheit der ausstehenden Aktien halten, sowie die erforderlichen Genehmigungen der Aufsichtsbehörden.

Nach Bekanntgabe der Pläne gaben die Schneider-Aktien im Vormittagshandel in Paris um mehr als 9 Prozent nach.

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