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Moonshot AI plant Hongkong-Börsengang nach Bewertung von 50 Milliarden Dollar, DeepSeek holt Geld

ARCHIV: Besucher schauen sich auf der World AI Conference in Shanghai am 17. Juli 2026 den Stand des chinesischen KI-Start-ups Moonshot mit Kimi K3 an.
Archivbild: Besucherinnen und Besucher am Stand des chinesischen KI-Start-ups Moonshot mit Kimi K3 auf der World AI Conference in Shanghai, 17. Juli 2026 -  Copyright  AP Photo/Ng Han Guan
Copyright AP Photo/Ng Han Guan
Von Quirino Mealha
Zuerst veröffentlicht am
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Das chinesische KI-Start-up Moonshot AI will nach 50-Mrd.-Dollar-Bewertung Anfang 2027 in Hongkong an die Börse; Rivale DeepSeek sammelt mit Tencent und CATL 80 bis 100 Mrd. ¥ ein und nährt Börsengerüchte.

Zwei der meistbeachteten chinesischen KI-Entwickler bereiten den Gang an die Börse vor. Moonshot AI, das Unternehmen hinter dem Chatbot Kimi, arbeitet an einem Börsengang. Rivale DeepSeek sammelt inzwischen deutlich mehr Geld von Investoren ein, als die Firma zunächst anvisiert hatte.

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Das in Peking ansässige Unternehmen Moonshot AI hat seine letzte Privatplatzierung abgeschlossen. Investoren bewerten die Firma nun mit rund 50 Milliarden Dollar (44,6 Milliarden Euro). Im Sommer lag die Bewertung noch bei 31,5 Milliarden Dollar (28,1 Milliarden Euro). Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Moonshot AI bereitet jetzt einen Börsengang in Hongkong vor, anvisiert ist das erste Quartal 2027. Dabei könnten bis zu 5 Milliarden Dollar (4,46 Milliarden Euro) zusammenkommen. Insider weisen allerdings darauf hin, dass sich der Zeitplan noch verschieben kann.

Das Unternehmen organisiert außerdem erste Gespräche mit potenziellen Investoren, die bereits in diesem Monat starten könnten. Nach Angaben von Bloomberg koordiniert die Bank of America die Transaktion. China International Capital Corp, die Deutsche Bank und Goldman Sachs treten als Sponsoren auf.

Der jährlich wiederkehrende Umsatz von Moonshot AI ist seit Juni von 300 Millionen Dollar (268 Millionen Euro) auf rund 1 Milliarde Dollar (892 Millionen Euro) gestiegen. Bis Dezember rechnen Manager mit einem Anstieg auf 2 Milliarden Dollar (1,78 Milliarden Euro).

Das Unternehmen entstand Anfang 2023. Gründer ist Yang Zhilin, Absolvent der Tsinghua-Universität, die oft als „Chinas MIT“ bezeichnet wird. Zuvor arbeitete er für Meta AI und Google Brain.

Unterstützt wird Moonshot AI von den chinesischen Techkonzernen Alibaba und Tencent, dem Betreiber von WeChat. Im Juli rückte die Firma mit ihrem offenen Modell Kimi K3 weltweit in den Fokus.

Kommt der Börsengang wie geplant zustande, wäre Moonshot AI der jüngste chinesische KI-Entwickler, der in Hongkong Kapital einsammelt. Zuvor sind mit Zhipu und MiniMax bereits zwei Wettbewerber im Januar an die Börse gegangen. Die Aktien von MiniMax haben sich am ersten Handelstag mehr als verdoppelt.

DeepSeek sammelt Rekordsumme ein

Das in Hangzhou ansässige Unternehmen DeepSeek steht ebenfalls kurz vor dem Abschluss einer großen Finanzierungsrunde. Nach Informationen von Bloomberg soll es mindestens 80 Milliarden Yuan (10,6 Milliarden Euro) einsammeln. Zu den größten Geldgebern zählen Tencent und der Batteriekonzern CATL.

Die starke Nachfrage könnte das Volumen auf bis zu 100 Milliarden Yuan (13,3 Milliarden Euro) treiben. Das wäre doppelt so viel wie die rund 50 Milliarden Yuan (6,66 Milliarden Euro), die das Start-up ursprünglich anpeilte.

DeepSeek finanzierte sich bis zu diesem Jahr vor allem über das Hedgefonds-Vermögen seines Gründers Liang Wenfeng, der High-Flyer betreibt. Für die aktuelle Runde strebt das Unternehmen laut Berichten eine Bewertung von rund 500 Milliarden Yuan (66,5 Milliarden Euro) an.

ARCHIV: Die Symbole der Smartphone-Apps DeepSeek und ChatGPT sind am 28. Januar 2025 auf einem Smartphone-Bildschirm in Peking zu sehen.
ARCHIV: Die Symbole der Smartphone-Apps DeepSeek und ChatGPT sind am 28. Januar 2025 auf einem Smartphone-Bildschirm in Peking zu sehen. AP Photo/Andy Wong

Sein günstiges Modell R1 hat im Januar 2025 die globalen Märkte aufgeschreckt und an einem einzigen Tag fast 600 Milliarden Dollar (535 Milliarden Euro) von der Marktkapitalisierung des Chipkonzerns Nvidia ausgelöscht. Seitdem hat DeepSeek seine V4-Modelle auf den Markt gebracht und im September eine schnellere Version V4.1-Flash nachgereicht.

Vor Kurzem hat sich das Unternehmen zudem mit Huawei zusammengeschlossen, um Programmierwerkzeuge für die Ascend-KI-Chips des chinesischen Technologiekonzerns zu entwickeln. Die Regierung in Peking will damit die Abhängigkeit von Nvidia weiter verringern.

Beide Unternehmen stehen nach Berichten vom vergangenen Monat unter Beobachtung der Cyberspace Administration of China, der staatlichen Internetaufsicht. Die Behörde prüft, ob sie sensible Nutzerdaten an Claude weitergeleitet haben, den Chatbot des US-Unternehmens Anthropic. Anthropic wirft ihnen vor, sein Modell für das Training ihrer eigenen Systeme genutzt zu haben.

Bislang ist unklar, wie die Untersuchung die Börsenpläne der beiden Firmen beeinflussen könnte.

DeepSeek hat die chinesische Brokerfirma CITIC Securities beauftragt, eine mögliche Notierung am STAR Market in Shanghai vorzubereiten, einem Börsensegment für Technologieunternehmen. Zeitplan, Bewertung und Umfang eines möglichen Börsengangs stehen jedoch noch nicht fest und sind öffentlich nicht bestätigt.

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