Vier Lamborghini werden am 24. Oktober in Stuttgart versteigert. Die Aufrufpreise reichen von 90.000 bis 380.000 Euro – darunter ein Aventador mit nur 98 Kilometern Laufleistung.
Bei einer Justizauktion in Baden-Württemberg werden am 24. Oktober im Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart vier Lamborghini versteigert. Insgesamt umfasst die Auktion 15 Autos, drei Motorräder und vier Uhren.
Die Fahrzeuge und Wertgegenstände wurden in Strafverfahren sichergestellt oder gepfändet. Die Aufrufpreise liegen zwischen 90.000 und 380.000 Euro. Das teuerste Fahrzeug ist ein Lamborghini Aventador Ultimae LP 780-4 Roadster aus dem Jahr 2022. Der Wagen hat 780 PS und 98 Kilometer Laufleistung. Von dem Modell wurden laut Auktionsbeschreibung weltweit 250 Exemplare gebaut. Der Aventador wurde erstmals im September 2024 zugelassen und erhielt in einem Classic-Data-Kurzgutachten vom Juni 2026 die Note 1. Der Aufrufpreis beträgt 380.000 Euro.
Für 130.000 Euro wird ein Lamborghini Huracán STO angeboten. Der 640 PS starke Wagen stammt aus dem Jahr 2024 und hat 71 Kilometer Laufleistung. Im Classic-Data-Kurzgutachten vom Juli 2026 wurde der Zustand mit der Note 1− bewertet. Zwei weitere Lamborghini werden jeweils mit 90.000 Euro aufgerufen. Ein Urus Performante aus dem Jahr 2024 hat 666 PS und 20.981 Kilometer Laufleistung. Sein Zustand wurde im Classic-Data-Gutachten mit der Note 2+ bewertet. Ebenfalls für 90.000 Euro wird ein Huracán Super Trofeo EVO2 aus dem Jahr 2023 angeboten. Der Rennwagen hat 620 PS und ist ausschließlich für den Einsatz auf der Rennstrecke vorgesehen. Er besitzt keine Straßenzulassung.
Laut Auktionsbeschreibung sind weder Fahrzeugpapiere noch Fahrzeugschlüssel vorhanden. Auch dieses Fahrzeug erhielt im Classic-Data-Gutachten die Note 2+. Die vier Lamborghini werden im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart und der Staatsanwaltschaft Stuttgart durch einen Obergerichtsvollzieher verwertet.
Wem die Sportautos gehörten verrät das Justizministerium nicht.
Die Gegenstände stammen aber aus Verfahren im Zuständigkeitsbereich der Taskforce Finanzkriminalität. Die Ermittlungseinheit verfolgt spektakuläre und außergewöhnliche Fälle von Geldwäsche sowie organisierter Wirtschafts- und Steuerkriminalität. Nach Recherchen der Deutschen Presse-Agentur geht es unter anderem um den Fall eines mutmaßlich unterschlagenen Krypto-Erbes in Millionenhöhe.