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Melania-Team jubelt über Flop von „Digger“ an den Kinokassen

Melania-Trump-Mitarbeiter frohlocken über „Digger“-Flop an den Kinokassen – warum?
„Digger“-Flop: Warum Melania-Trumps Team triumphiert? -  Copyright  AP Photo - Warner Bros. Pictures
Copyright AP Photo - Warner Bros. Pictures
Von David Mouriquand
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Eine enge Beraterin von Melania Trump veröffentlichte online einen Vergleich, der viele ratlos zurücklässt.

Wie heißt es so schön: Des einen Pech ist des anderen Glück? Das Team von Melania Trump scheint diese opportunistische Haltung jedenfalls zu verinnerlichen – und nutzt das Kinodebakel von Digger für eigene Zwecke.

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Wie wir Anfang der Woche berichtet haben, brachte der Oscar-prämierte Regisseur Alejandro González Iñárritu mit Digger einen Film ins Kino, in dem Tom Cruise einen mächtigen Öl-Magnaten spielt, der eine Umweltkatastrophe auslöst. Am Startwochenende spielte der Film in den USA nur 8 Millionen Dollar ein, weltweit waren es 20 Millionen Dollar.

Die Produktion von Digger kostete bis zu 180 Millionen Dollar, dazu kam ein üppiges Marketingbudget. Der polarisierende Film steuert damit auf einen der größten Flops des Jahres 2026 zu. Branchenexperten rechnen mit Verlusten zwischen 150 und 200 Millionen Dollar.

Als wäre das nicht schon bitter genug, genießen einige Beobachter die Pleite offen und reiben sich die Hände.

Marc Beckman, ein hochrangiger Berater von Melania Trump, veröffentlichte online einen Vergleich. Seinen Angaben zufolge schnitt die Satire mit Cruise schlechter ab als der biografische Film Melania, der Anfang des Jahres gestartet ist.

„Pro Leinwand hat MELANIA Tom Cruises DIGGER um ungefähr 67% übertroffen, obwohl der Film in etwa halb so vielen Kinos gestartet ist“, schrieb Beckman auf X.

Zugegeben, Melania war für einen Non-Fiction-Film in den US-Kinos ein Erfolg und spielte am Ende 16,7 Millionen Dollar ein. Doch Amazon zahlte 40 Millionen Dollar für die Rechte an der Dokumentation und investierte Berichten zufolge weitere 35 Millionen Dollar in Werbung. Unterm Strich bleibt also ein deutlicher Verlust.

Nach Beckmans Beitrag meldeten sich viele Nutzerinnen und Nutzer zu Wort. Sie hielten den Vergleich zwischen Melania und Digger für unpassend. Einige Reaktionen:

Trotz des Misserfolgs von Digger muss man Iñárritu und Cruise zugutehalten, dass sie ein ausgesprochen ambitioniertes Filmprojekt gewagt haben.

In Euronews Culture’s Kritik zu Digger schrieben wir, der Regisseur habe „zugleich den kühnsten Film des Jahres 2026 und den wildesten Fehlgriff des Jahres“ gedreht.

„Es ist schwer, viel mehr über Digger zu schreiben, ohne Iñárritus mutigen, aber fehlgeleiteten Coup zu verraten. Sicher ist jedoch: Sobald er dem Publikum den Boden unter den Füßen wegzieht, bleiben die Zuschauer:innen mit einer überladenen Groteske zurück, die zugleich hohl und schwerfällig wirkt.“

Wir hielten außerdem fest, dass „hohe Konzeptideen immer Applaus verdienen“, auch wenn sie am Ende wie „leere Theatralik“ wirken können. Die vollständige Kritik lesen Sie hier.

Ganz anders fiel unsere Besprechung von Melania zu Jahresbeginn aus. Wir beschrieben die Produktion als „selbstgefälliges Porträt von Privilegien, das keinerlei Interesse daran zeigt, unter die Oberfläche zu gehen“ und nannten sie sowohl „verachtenswert“ als auch „seelenzermürbend düster“. Die vollständige Kritik lesen Sie hier.

Kurz gesagt: Im Vergleich zu Melania ist Digger Citizen Kane. So schräg dieses Kompliment auch klingt, dieser Vergleich wirkt treffend.

Euronews Culture hat den Dokumentarfilmer Raoul Peck für seinen Film aus dem Jahr 2026, Orwell: 2+2=5, interviewt. Über den Film Melania sagte er: „Zunächst einmal würde ich das nicht Film nennen. Es ist nicht einmal Propaganda, denn Propaganda kann intelligenter sein. Das hier ist im Grunde ein PR-Manöver. Es ist eine Bestechung.“

„Dieser Film existiert nur, weil ein Sender 40 Millionen Dollar dafür ausgeben konnte. Ich kenne viele andere Filmschaffende, die sich gewünscht hätten, mit diesem Geld einen überzeugenderen Film drehen zu können.“

Er fügte hinzu: „Aus ethischer Sicht würde keine seriöse Dokumentarfilmerin und kein seriöser Dokumentarfilmer akzeptieren, einen Film zu drehen, bei dem die porträtierte Person als Executive Producer fungiert und faktisch die Entscheidungen trifft. Das ist ethisch nicht vertretbar. Deshalb kann ich das nicht Film nennen.“

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