Fontaines D.C. setzen auf Synths und Psychedelia auf ihrem neuen Album „Dopamine Chamber“. Nahe Paris feiert eine Schau das Niedliche in all seinen Facetten – Kulturtipps dieser Woche.
Was hebt in den kalten Monaten Ihre Laune? Wenn die Antwort Katzen, gruselige Serien, 90er-Videospiele oder noch mehr Katzen lautet, haben wir gute Nachrichten für Sie.
Das Louvre-Lens in Frankreich verwandelt sich für seine jüngste Ausstellung in eine Pastellrosa-Wunderwelt. Gefeiert wird alles, was große Augen, Flausch und Glitzer hat. Die Schau eignet sich ideal für Familien und wirkt wie ein perfektes Gegenmittel gegen trübe Oktoberstimmung.
Parallel dazu entwerfen die irischen Rocker Fontaines D.C. mit ihrem fünften Studioalbum „Dopamine Chamber“ ein klangliches Moodboard. Es schwirrt vor Synthesizern, Psychedelia und dem plötzlichen Drang, auf der Tanzfläche zu verschwinden.
Wer sich schon auf Halloween einstimmen will, ist mit der neuen Serienadaption von „Friday the 13th“, „Crystal Lake“, bestens bedient. Stehen Sie eher auf augenzwinkerndes Kung-Fu und Martial Arts? Dann kommt „Street Fighter“, basierend auf der legendären Arcade-Spielreihe, jetzt mit einem kräftigen „Hadoken“ auf die Leinwand.
Scrollen Sie weiter, um zu sehen, was diese Woche sonst noch ansteht.
Ausstellungen und Veranstaltungen
So Cute! The Art of Happiness
Wann: Bis 18. Januar 2027
Wo: Louvre-Lens (Lens, Frankreich)
In einer Welt, die oft überwältigend bedrohlich wirkt, brauchen wir die beruhigende Kraft von Niedlichkeit mehr denn je. Von Skulpturen pummeliger Babys über pastellfarbene Plüschfiguren bis zu Internet-Katzen: Das Louvre-Lens zeigt in dieser fröhlichen neuen Ausstellung, wie sich „mignon“ im Lauf der Geschichte immer wieder neu manifestiert. Rund 300 Werke sind zu sehen, darunter ägyptische Tierfiguren, Renaissance-Porträts, angesagte Spielzeuge und glitzernde Neuinterpretationen von Meisterwerken. Präsentiert wird alles in einem bis zum Maximum niedlichen Setting aus rosafarbenen Wänden und bogenförmigen Eingängen mit Katzenohren. Die Schau lädt dazu ein, darüber nachzudenken, wie viel Glück uns diese Ästhetik schenkt. Sie thematisiert aber auch, wie sie für Rebellion – und Manipulation – genutzt wird. Besitzer süßer Katzen können Letzteres sicher bestätigen.
Tickets jetzt gleich sichern (Quelle auf Englisch).
Ruth Asawa: Retrospective
Wann: 18. Oktober 2026 bis 10. Januar 2027
Wo: Fondation Beyeler (Riehen, Schweiz)
Die japanisch-amerikanische Künstlerin Ruth Asawa gilt bis heute als Pionierin der abstrakten Kunst. Berühmt wurde sie mit filigranen Drahtskulpturen, die die Geometrie organischer Formen einfangen. Ihr Werk reicht jedoch weit darüber hinaus: von figurativen Zeichnungen über Abgüsse lebender Modelle bis zu Brunnen im öffentlichen Raum. All diese Vielfalt zeigt die Retrospektive in der Fondation Beyeler. Sie bietet einen umfassenden Blick auf Asawas Fähigkeit, Materialien in raumgreifende Wunder zu verwandeln, die noch immer zum Nachdenken anregen. Mehr Infos hier (Quelle auf Englisch).
Bonus-Highlight: Ein Muss für Foto-Fans und Geschichtsinteressierte: „Light and Magic: The Birth of Art Photography“ eröffnet im Tate Modern (Quelle auf Englisch) in London am 14. Oktober 2026 und läuft bis 21. Februar 2027.
Filme
Street Fighter
Wo: Kinos
Wann: 16. Oktober
Vorhang auf! Zwei rivalisierende Kampfkünstler werden für ein World-Warrior-Turnier angeworben und geraten prompt auf Kollisionskurs – mit brutalen Verbrechern, ihren inneren Dämonen und miteinander. Der Film basiert auf der legendären Videospielreihe der 90er Jahre und reiht sich in eine ganze Serie früherer Adaptionen ein, von Realfilmen bis zu Anime-Webserien. Für Fans und Möchtegern-Kämpfer ist das ein idealer Kinobesuch: voller „Rising Dragon“-Schläge, ohne sich allzu ernst zu nehmen.
Bonus-Highlight: Der russischsprachige Thriller Minotaur (Frankreichs Beitrag für die Oscars 2027) startet am 14. Oktober in den französischen Kinos. In weiteren europäischen Ländern läuft er gestaffelt ab November an.
Serien
Crystal Lake
Wo: SKY/NOW
Wann: 19. Oktober
Licht dimmen, unter die Decke kuscheln und ab nach Camp Crystal Lake. Die neue Serie spielt im Sommer 1972, kurz nachdem der junge Jason Voorhees ertrunken ist, und erzählt die Ereignisse, die sich acht Jahre vor dem ersten Friday the 13th-Film abspielen. Linda Cardellini („Freaks and Geeks“, Scooby-Doo, DTF St. Louis) übernimmt die Rolle von Jasons Mutter Pamela. Ihre Trauer setzt dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit frei und treibt sie langsam in den Wahnsinn. Ähnlich wie bei Mike Flanagans jüngster „Carrie“-Adaption nutzt das Serienformat die Zeit für eine vertiefte Ursprungsgeschichte, die die Psychologie hinter einem der berühmtesten Schurken des Horrorgenres auslotet.
Bonus-Highlight: Sylvester Stallone kehrt für die vierte Staffel der Krimiserie „Tulsa King“ zurück. Start ist am 16. Oktober auf Paramount+.
Musik
Fontaines D.C. - Dopamine Chamber
Wann: 16. Oktober
Mehr als zwei Jahre nach der Veröffentlichung von „Romance“ im Jahr 2024 – einem unserer Lieblingsalben dieses Jahres – melden sich die irischen Post-Punk-Band Fontaines D.C. mit „Dopamine Chamber“ zurück. Das Album ist ein Moodboard aus Synthesizer-Sounds, das gesellschaftliche Themen auslotet. Insgesamt sind elf Songs zu hören; die Single „Marianne“ gibt mit einem betörend schrägen Klangteppich die Richtung vor: filmisch und psychedelisch.
Bonus-Highlights: Zwei weitere bemerkenswerte Alben in dieser Woche sind „Cookie Happened“ von Eels und „No Bad Memories“ von The Avalanches – beide erscheinen am 16. Oktober. Mehr dazu in unserer Herbstvorschau auf neue Alben.