Die Platzierung basiert auf einer Studie, die die Herzfrequenz von Zuschauerinnen und Zuschauern bei Horrorfilmen misst und den Anstieg der BPM festhält.
Halloween steht vor der Tür, und viele von Ihnen werden sich fragen: „Was soll ich schauen, um in Stimmung für die große Nacht zu kommen?“
Wer sich streng an die Wissenschaft halten will, bekommt hier die Antwort, welche Filme am meisten erschrecken – völlig unabhängig vom persönlichen Geschmack oder davon, wie gut man schnelle Schockmomente verträgt.
Das Science-of-Scare-Projekt läuft inzwischen im siebten Jahr. Die Forschenden messen den Puls von Hunderten Freiwilligen, die stundenlang englischsprachige Horrorfilme ansehen, ausgestattet mit Herzfrequenzmessern.
Ihre wissenschaftliche Studie (Quelle auf Englisch) entwickelt ein Scare-Score-System. Es kombiniert Herzfrequenz, gemessen in Schlägen pro Minute (BPM), und die Herzfrequenzvariabilität (HRV), gemessen in Millisekunden, also die Zeit zwischen zwei Herzschlägen. Auch die maximale Herzfrequenz fließt ein; der höchste gemessene Wert gilt als wichtiger Indikator und führt zusammen mit den übrigen Daten zu einem Ranking der gruseligsten Horrorfilme.
Weiter unten finden Sie die Top 20 der laut Studie gruseligsten Filme.
In diesem Jahr traten 15 neue Anwärter an, darunter die Überraschungserfolge Obsession und Backrooms. Sie forderten die etablierten Horrorhits heraus, schafften es aber noch nicht in die Top 20. A24s paranormaler Podcast-Horrorfilm Undertone ist aus wissenschaftlicher Sicht der gruseligste Film des Jahres 2026 und landet insgesamt auf Platz 33 der Rangliste.
Am auffälligsten in der diesjährigen Auswertung: Resident Evil brach den Jump-Scare-Rekord des Films, der seit vier Jahren auf Platz Nummer eins steht; Zach Creggers Werk von 2026 ließ die Herzfrequenz kurzzeitig auf 134 BPM steigen.
Zum Vergleich: Bei erwachsenen Frauen und Männern liegt die normale Ruheherzfrequenz meist zwischen 60 und 100 Schlägen pro Minute, besonders gesund ist ein Wert zwischen 70 und 80.
Den Spitzenplatz hält jedoch weiterhin Scott Derricksons übernatürlicher Horrorfilm Sinister aus dem Jahr 2012.
Der Film erhöhte die durchschnittliche Herzfrequenz der Zuschauerinnen und Zuschauer um 34 Prozent, von 64 auf 86 BPM; in seinem furchteinflößendsten Moment kletterte der Wert auf 131 BPM. Die Mischung aus plötzlichen Schocks und anhaltender Beklemmung brachte Sinister einen Scare Score von 96 von 100 Punkten ein.
Hier die Liste der laut Studie 20 gruseligsten Horrorfilme:
- Sinister
- Host
- Skinamarink
- Insidious
- The Conjuring
- Hereditary
- Smile 2
- Smile
- The Exorcism of Emily Rose
- Talk To Me
- Hell House LLC
- The Conjuring 2
- It Follows
- The Dark and the Wicked
- The Descent
- Paranormal Activity
- The Babadook
- A Quiet Place 2
- The Autopsy of Jane Doe
- Insidious 2
Die vollständige Rangliste und die genaue Methodik finden Sie hier (Quelle auf Englisch).
Wie wir bereits angemerkt haben, dominieren in den Science-of-Scare-Ergebnissen vor allem moderne Horrorfilme, die stark auf Jump-Scares setzen. Das überrascht nicht, denn die Methode konzentriert sich auf Herzschläge. Viele Fans des subtilen Grauens und ebenso viele Splatter-Liebhaber halten diese allgegenwärtige Elektroschocker-Taktik jedoch für billig und überstrapaziert: Sie sorgt zwar für einen schnellen Adrenalinschub, doch viele würden sagen, dass ein Jump-Scare eher erschreckt, als wirklich Angst zu machen.
Sind Herzfrequenz-Schwankungen automatisch gleichbedeutend mit dem gruseligsten Film? Sie sind ein wichtiger Messwert, aber nicht zwingend identisch mit Filmen, die sich unter die Haut setzen und dort bleiben. Das sind die wirklich langfristig gruseligsten.
Und trotzdem: Wenn die Science-of-Scare-Studie dafür sorgt, dass mehr Menschen den sträflich unterschätzten The Autopsy of Jane Doe einschalten, wollen wir uns nicht beschweren.