Unwetter über Griechenland: Mehrere Autos wurden ins Meer gespült, ein Fahrer ertrank. Regen und Sturm sorgen vor allem an den Küsten für Schäden.
Ein 25-Jähriger ist nach Angaben der Nachrichtenagentur ANA-MPA bei einem heftigen Unwetter in seinem Auto an einem Strand auf der Insel Rhodos von den Fluten ins Wasser gerissen und später von der Küstenwache tot aus dem Meer geborgen worden.
Nach denselben Informationen wurden insgesamt vier Fahrzeuge ins Meer gespült. In einem davon saß der junge Mann; er schaffte es nicht mehr, das Auto zu verlassen. Das Unwetter hält auf der gesamten Insel an und führt zu erheblichen Problemen.
Über Griechenland zieht derzeit eine Schlechtwetterfront mit heftigen Regenfällen, Gewittern und stürmischen Winden hinweg. In mehreren Regionen kommt es zu Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen.
Das Einsatzzentrum der Feuerwehr verzeichnete von Dienstag bis zum Mittwochmorgen insgesamt 58 Notrufe allein aus zwei Regionen wegen der starken Regenfälle und Winde.
Die Feuerwehr musste etliche Keller und andere Räume auspumpen und umgestürzte Bäume entfernen und überflutete Straßen reinigen.
In Warn-Meldungen riefen die Behörden in der Nacht und am Morgen Bewohner der betroffenen Gebiete wegen der starken Regenfälle zu besonderer Vorsicht bei Fahrten und Wegen auf. Sie sollten ihre Wege auf das absolut Notwendige beschränken.
Auch für diesen Mittwoch warnten die Meteorologen vor kräftigen Regenfällen und Gewittern sowie vor örtlich sehr stürmischem, teils orkanartigem Nordostwind vor allem über dem Ägäischen Meer und an den Küsten der Ägäis.
Bürgermeister von Skiathos: Schäden erfasst – Unwetter lässt nach
Auf der Insel Skiathos in den Nördlichen Sporaden hat das Unwetter der vergangenen Tage deutliche Schäden hinterlassen. Wie Bürgermeister Thodoris Tzoumas der Nachrichtenagentur Athen-Mazedonien sagte, hat die Gemeinde beantragt, den Inselbezirk zum Katastrophengebiet zu erklären.
„Regen und Wind halten an. Wir arbeiten daran, das Hauptstraßennetz zu räumen, weil viel Geröll angeschwemmt wurde. Einige Bäume sind umgestürzt, zwei Autos wurden mitgerissen, die Schulen bleiben geschlossen. Das Phänomen scheint nachzulassen“, erklärte Tzoumas. Nach ersten Schätzungen seien 40 bis 50 Betriebe und 15 bis 20 Wohnhäuser beschädigt worden. Die Verfahren für Entschädigungen und Ortsbegehungen durch Fachteams der Region und das Ministerium für Klimakrise und Zivilschutz laufen bereits.
Schulen auf Dodekanes und Kykladen bleiben geschlossen
In den Inselgruppen Dodekanes und Kykladen blieben an diesem Mittwoch alle Schulen und Kindertagesstätten wegen der gefährlichen Wetterlage an.
Durch die starken Niederschläge gleichen manche Straßen Flüssen. Autofahrer wurden aufgerufen, besonders vorsichtig zu fahren und Bereiche zu meiden, in denen sich Wasser staut.
Zugleich meldeten Bewohner Stromausfälle. Technikerteams versuchten umgehend, die Leitungen zu reparieren.