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Politik-Aus für Zampolli: Er hatte Trump und Melania bekannt gemacht

Vizepräsident JD Vance, rechts in der Mitte, Second Lady Usha Vance links und Paolo Zampolli, ein Freund von Donald Trump und sein Gesandter für Partnerschaften.
Vizepräsident JD Vance (Mitte rechts), Second Lady Usha Vance (links) und Paolo Zampolli, ein Freund von Präsident Donald Trump und dessen Gesandter für Partnerschaften. -  Copyright  AP Photo
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Von Stefania De Michele
Zuerst veröffentlicht am
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Der Italoamerikaner Paolo Zampolli ist nicht mehr Sondergesandter für globale Partnerschaften. Zuletzt soll es Spannungen mit dem US-Außenministerium gegeben haben. Zampolli kündigt ein neues berufliches Kapitel an.

Vom persönlichen Freund von Donald Trump zum ehemaligen Vertreter der US-Regierung: Paolo Zampolli ist nicht mehr Sondergesandter des Weißen Hauses für globale Partnerschaften. Sein Abschied folgt auf monatelange Spannungen mit dem US-Außenministerium, die in einem offenen Konflikt mit Vizeaußenminister Christopher Landau gipfelten.

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Ein US-Regierungsvertreter bestätigte den Mandats-Entzug am 15. Oktober, nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung einer Recherche des Magazins Politico. In dem Bericht ist von immer schärferen E-Mail-Wechseln zwischen Zampolli und Landau die Rede. Landau soll dem Unternehmer vorgeworfen haben, seine diplomatische Rolle über den Rahmen der Ernennung hinaus auszudehnen. Der Versuch, seine Aktivitäten stärker auf die internationalen und kulturellen Partnerschaften zu fokussieren, für die er ausgewählt worden war, habe den Konflikt zusätzlich angeheizt.

Das Timing rückte den Fall zwangsläufig ins Rampenlicht. Allein daraus lässt sich jedoch nicht schließen, dass die Recherche der einzige Auslöser der Entscheidung war. Klar ist: Zampollis Abgang beendet eine institutionelle Episode, die auf seinem persönlichen Verhältnis zu Trump und auf einem Netzwerk von Kontakten in Politik, Wirtschaft und Entertainment beruhte.

Zampolli: "Trump zu dienen war eine Ehre"

In seinem Post in den sozialen Netzwerken geht Zampolli auf die Kontroverse nicht direkt ein. Er stellt das Ende seines Mandats vielmehr als geplanten Schritt dar. Er erinnert daran, dass der ursprüngliche Auftrag auf ein Jahr begrenzt war und der Präsident ihn bereits um mehr als sechs Monate verlängert hatte.

"Ihm und den Vereinigten Staaten zu dienen, war die größte Ehre meines Lebens", schrieb er und dankte Trump, Außenminister Marco Rubio und dem Rest des Teams. Dann der Blick nach vorn: "Jetzt ist es Zeit für ein neues Kapitel: zurück an die Arbeit, Beziehungen knüpfen und Geschäfte abschließen."

Nach seiner Darstellung spielte der Präsident auch in seiner beruflichen Entwicklung eine Schlüsselrolle. Vor einigen Jahren, so Zampolli, soll Trump ihm gesagt haben, er sei zu talentiert, um weiterhin als Modelagent zu arbeiten und ihn in die Immobilienbranche gedrängt haben. Nun habe ihm der Präsident – folgt man seinem Post – nahegelegt, sich wieder auf Geschäfte und Deals zu konzentrieren. So wird der Abschied aus der Administration zu einer Rückkehr ins Business, ohne auf die in der US-Presse geschilderten Vorwürfe einzugehen.

Wer ist Paolo Zampolli - der Mann, der Melania mit Trump bekannt machte

Geboren in Mailand, 57 Jahre alt, hat Zampolli seine Karriere in den Vereinigten Staaten aufgebaut, nachdem er Italien verlassen hatte. Seine Laufbahn begann in der Mode. In New York gründete er eine Modelagentur und bewegte sich in mondänen und unternehmerischen Kreisen. In diesem Umfeld lernte er Donald Trump kennen und stellte ihm Melania Knauss vor, das slowenische Model, das später Trumps dritte Ehefrau und First Lady der Vereinigten Staaten wurde.

Diese persönliche Verbindung öffnete ihm viele Türen ins Trump-Universum. Zampolli zählte zu den Stammgästen in Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida und pflegte im Laufe der Jahre auch Kontakte zu Politikerinnen und Politikern außerhalb des republikanischen Lagers. Sein Profil: Geschäftsmann und Vermittler, der sich souverän zwischen persönlichen Beziehungen, kommerziellen Projekten und Machtzentren bewegt.

Seine offizielle Ernennung erfolgte im März 2025, als Trump ihn zum Sondergesandten für globale Partnerschaften machte. Zuvor war über einen möglichen Posten speziell für die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Italien spekuliert worden, eine Option, die später dementiert wurde. Der tatsächliche Auftrag fiel breiter aus: Er sollte amerikanische Interessen auf der internationalen Bühne durch Beziehungen und Vereinbarungen fördern.

Von Italien bis zur WM: umstrittene Initiativen

Während seiner Zeit als Gesandter machte Zampolli auch mit Initiativen von sich reden, die für Verwunderung und Kritik sorgten. Noch vor der Ernennung traf er Vertreter der italienischen Regierung, darunter Vizepremier Matteo Salvini, und präsentierte sich als Figur, die den Draht zur Trump-Regierung erleichtern könne.

Im April 2026 schlug er der FIFA zudem vor, ein mögliches Nachrücken Italiens für die Fußball-Weltmeisterschaft zu prüfen, obwohl die Nationalmannschaft die sportliche Qualifikation verpasst hatte. Die Idee sorgte für mediale Aufmerksamkeit, änderte aber nichts am sportlichen Ergebnis: Die Teilnahme an dem Turnier lässt sich nicht auf Basis eines Einzelvorschlags sichern.

Seine öffentliche Laufbahn zeichnet so das Bild einer atypischen Figur: kein Berufsdiplomat, sondern ein Unternehmer, der dank seiner persönlichen Nähe zum Präsidenten in die Institutionen einzog. Nun schließt sich dieses Kapitel. Zampolli betont zugleich, dass er auf sein ursprüngliches Terrain zurückkehren könne, auf das der Geschäfte und der internationalen Beziehungen, die er außerhalb offizieller Ämter aufgebaut hat.

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