Gastgeber dürfen von Gästen keine Aufgaben mehr verlangen, die viel Zeit oder Mühe kosten oder normalerweise von einer Reinigungskraft erledigt werden.
Wer bei Airbnb übernachtet, klagt oft über lästige Auszugs-Aufgaben – etwa Bettwäsche abziehen oder den Müll rausbringen.
Nun hat der Kurzzeitvermieter seine Regeln überarbeitet und untersagt Gastgebern, solche Pflichten in die Hausordnung zu schreiben.
Nach einem aktualisierten Community-Regelwerk dürfen Gäste nicht mehr zu Aufgaben verpflichtet werden, die „erheblichen Aufwand oder Zeit erfordern oder normalerweise von einer Reinigungskraft erledigt würden“.
Als Beispiel: Gastgeber dürfen nicht verlangen, dass Gäste Geschirr spülen und wegräumen. Sie dürfen aber bitten, benutztes Geschirr in die Spüle zu stellen.
In einer Mitteilung an Euronews Travel erklärte Airbnb: „Hausregeln helfen Gästen zu verstehen, was Gastgeber erwarten. Wir haben aber aus unserer Community gehört, dass sie verwirrend, belastend und schwer zu handhaben sein können.“
„Darum haben wir sie neu gestaltet: Sie sollen leichter zu finden und klarer zu formulieren sein, ergänzt um eine neue Richtlinie, die Anforderungen im Rahmen hält und Überraschungen vermeidet.“
Airbnb aktualisiert Hausregeln
Im Zuge der Neuerungen erscheinen die Hausregeln nun direkt auf der Angebotsseite, im Tab „Reisen“ und in Buchungserinnerungen.
Es gibt jetzt sieben Standard-Hausregeln, die Gastgeber aktivieren können. Sie betreffen Check-in- und Check-out-Zeiten, die erlaubte Gästezahl, Rauchen, Genehmigungen für Haustiere, festgelegte Ruhezeiten sowie gewerbliche Film- und Fotoaufnahmen.
Zusätzlich können Gastgeber „angemessene“ Bitten ergänzen und bei Bedarf jederzeit ändern.
Airbnb markiert Vorgaben, die nicht zu der neuen Richtlinie passen. Der Gastgeber muss sie dann streichen oder Einspruch einlegen.
Die Reinigungsgebühr soll nur eine übliche Grundreinigung zwischen zwei Aufenthalten abdecken. Gastgeber dürfen Gästen kein Geld berechnen, wenn sie einzelne Punkte der Checkout-Liste nicht erledigen.