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Bauernregel zum ersten Frost: Wann die Temperaturen in Deutschland unter 0 Grad fallen

Der erste Schnee in Deutschland wurde angekündigt. Doch liegen bleiben soll er noch nicht.
Der erste Schnee in Deutschland wurde angekündigt. Doch liegen bleiben soll er noch nicht. -  Copyright  WINFRIED ROTHERMEL/AP
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Von Franziska Müller
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Der heutige Ursulatag am 21. Oktober soll laut einer Bauernregel darüber entscheiden, ob Weihnachten weiß wird oder nicht. Für einige Höhenlagen sind in der Nacht zum Donnerstag sogar die ersten Schneeflocken angekündigt.

Von schneegezuckerten Landschaften müssen Deutsche vorerst weiter träumen. Doch vereinzelt sollen in der Nacht zum Donnerstag im Schwarzwald die ersten Flocken fallen. Die Temperaturen sinken vielerorts auf einstellige Werte. Noch vor Novemberbeginn könnte der erste Frost Deutschland in eine gefrorerene Eis-Landschaft verwandeln.

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Laut einer Bauernregel zum Ursulatag ist der 21. Oktober von besonderer Bedeutung. Denn er könnte uns mehr über die Schneelage an den Weihnachtstagen verraten.

Sinkende Schneefallgrenze im Süden

Am Feldberg seien bei sinkender Schneefallgrenze die ersten Flocken möglich, sagte DWD-Meteorologe Markus Übel der Nachrichtenagentur dpa. Der höchste Berg im Schwarzwald liegt auf 1.493 Metern. Die Schneefallgrenze soll laut Deutschem Wetterdienst auf 1.300 bis 1.500 Meter absinken. Mit gezuckerten Schwarzwald-Höhen ist am Donnerstagmorgen allerdings noch nicht zu rechnen.

Die Zeit für schneeweiße Landschaften, Skifahren und Rodeln ist noch nicht gekommen. Meteorologen bezweifeln, dass die ersten Flocken liegen bleiben.
Die Zeit für schneeweiße Landschaften, Skifahren und Rodeln ist noch nicht gekommen. Meteorologen bezweifeln, dass die ersten Flocken liegen bleiben. Copyright 2006 AP. All rights reserved.

Der Niederschlag soll lediglich bis Mitternacht fallen. Darüber hinaus gibt es noch einen Punkt: "Das wird ein eher nasser Schneeregen", erklärte der Meteorologe. Liegen bleiben würden die Flocken nach Aussage Übels nicht. Laut aktuellen Wettermodellen soll auch in weiteren Regionen bisher keine Chance auf Schnee bestehen.

Der erste Frost

Dem DWD-Meteorologen Übel zufolge gilt die Ostalb als Gebiet, wo es besonders oft und schnell kalt wird. Auch im Allgäu auf bayerischer Seite und in den Alpen kommt es in Deutschland als erstes zu Schneefall. Für den Alpenrand könnte es bei sinkender Schneefallgrenze schneller gehen als im Flachland.

Die späten Oktobertage können durchaus Frost und Rauhreif mit sich bringen.
Die späten Oktobertage können durchaus Frost und Rauhreif mit sich bringen. Copyright 2013 AP. All rights reserved.

In Berlin tritt der erste Frost vorwiegend Anfang November auf. Das geht aus einer Auswertung des ARD-Wetterkompetenzzentrums von November vergangenen Jahres hervor. Anhand von Klimareihen wurde der mittlere Durchschnitt für den ersten Frost ermittelt. Dieser kommt insbesondere oft im Übergang von Oktober zu November vor. Demnach sei im Oktober mit ein bis zwei Frosttagen zu rechnen, im November mit sieben bis acht Tagen und im Dezember sogar mit 13 bis 15 Tagen Frost im Monat.

Sollte die Bauernregel zum Severinstag Recht behalten?

Eine alte Bauernregel zum Severinstag am 23. Oktober verspricht tatsächlich Kälte. "Wenn’s Sankt Severin gefällt, so bringt er mit die erste Kält'", heißt es in einer Bauernregel, die eng mit der Kirche verknüpft ist. Am 23. Oktober feiert die katholische Kirche den Gedenktag des heiligen Severin von Köln.

Der Spruch bedeutet so viel wie: Fällt der Tag den Menschen auf, also zeigt er sich besonders, könnte bald darauf der erste spürbare Kälteeinbruch kommen. Die aktuellen Vorhersagen für das Wetter in diesem Jahr machen der Bauernregel also alle Ehre.

Alte Bauernregel: Ist das Wetter am Ursulatag (21. Oktober) besonders trüb, kann man auf weiße Weihnachten hoffen.
Alte Bauernregel: Ist das Wetter am Ursulatag (21. Oktober) besonders trüb, kann man auf weiße Weihnachten hoffen. AP Photo

Außerdem gibt es noch eine Bauernregel, die schon erste Vermutungen über den Weihnachtstag zulässt. Denn am 21. Oktober ist der Ursulatag. Um diesen Tag rankt sich die folgende Wetterweisheit: "Lacht Ursula mit Sonnenschein, wird wenig Schnee vorm Christfest sein." Scheint also am 21. Oktober die Sonne, könnte vor Weihnachten wenig Schnee liegen bleiben. Der Traum von weißer Weihnacht sieht dann eher schlecht aus.

Die Bauernregeln halfen früher beim Einschätzen der Wetterlage für die Ernte und die Felder. Bauern waren auf ungefähre Regeln angewiesen, um ihre Arbeit verrichten zu können. Ihre Richtigkeit steht heute immer wieder in Frage. Denn zum einen hat sich das Klima grundlegend verändert, zum anderen geben die heutigen Messgeräte deutlich genauere und verlässliche Prognosen.

Die Aussichten

Am Mittwoch kippt das Wetter, die Sonne wird von grauen Wolken und nassen Schauern abgelöst. Der Donnerstag könnte dem Wetterexperten Dominik Jung zufolge nochmals ein goldener Oktobertag werden, wie er dem Nachrichtenportal t-online berichtete. Anschließend kommt es erneut zu wechselhaftem Wetter.

Zum Wochenende hin soll es den Angaben des DWD zufolge kalt und windig bleiben. In großen Teilen Deutschlands wird es bewölkt oder wolkig. Vom Westen her wird sich tagsüber Regen nach Osten ausbreiten, der in Schauer übergehen könnte.

An der Nordsee und in höheren Lagen können zunehmend Sturmböen auftreten, in exponierten Gipfellagen der Mittelgebirge treten demnach teils orkanartige Böen auf. Nachts sinken die Temperaturen übers Wochenende auf zwei bis neun Grad, tagsüber können sie auch wieder auf zweistellige Werte von bis zu 14 Grad klettern.

Die kommende Woche soll ähnlich weitergehen. Regen und Wind halten sich weiterhin die Waage und es bleibt unbeständig. Erst der Dienstag soll wieder überwiegend trocken werden.

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