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Größter Staatsfonds der Welt mit 30-Milliarden-Dollar-Verlust durch steigende Zinsen

ARCHIV - Nicolai Tangen spricht in Oslo auf einer Pressekonferenz zu seinem Anstellungsvertrag als neuer Chef von Norges Bank Investment Management, 28. Mai 2020.
ARCHIV - Nicolai Tangen spricht auf einer Pressekonferenz zu seinem Vertrag als neuer CEO von Norges Bank Investment Management in Oslo am 28. Mai 2020. -  Copyright  Hakon Mosvold Larsen/NTB scanpix via AP, File
Copyright Hakon Mosvold Larsen/NTB scanpix via AP, File
Von Doloresz Katanich
Zuerst veröffentlicht am
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Norwegens Staatsfonds verbucht im dritten Quartal einen Verlust von 30 Milliarden Dollar (26,4 Milliarden Euro), belastet durch fallende Anleihekurse.

Der norwegische Staatsfonds, mit Vermögenswerten von rund 2,1 Billionen Euro der größte der Welt, meldete am Donnerstag einen Anlageverlust von 278 Milliarden Kronen (26,4 Milliarden Euro). Grund dafür sind gestiegene Zinsen.

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Norges Bank Investment Management (NBIM), die den Fonds verwaltet, verzeichnete bei Anleihen eine negative Rendite von 3,5 %. Festverzinsliche Wertpapiere machen etwas mehr als ein Viertel des Portfolios aus. Rund 70 % davon stecken in Staatsanleihen.

Im dritten Quartal kam es weltweit zu einem Ausverkauf bei Anleihen. Die Renditen von Staatsanleihen stiegen auf Niveaus, wie sie seit der Finanzkrise nicht mehr zu sehen waren. Auslöser sind wachsende Sorgen über die zunehmende Staatsverschuldung in den USA und in der EU.

Zugleich erhöhten wichtige Zentralbanken wie die US-Notenbank Federal Reserve und die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen, nachdem die Inflation in den USA und im Euroraum angezogen hatte.

„Die Fondsrendite war insgesamt fast unverändert und endete leicht im Minus, weil steigende Zinsen zu schwächeren Ergebnissen bei unseren Anleiheinvestments geführt haben“, erklärte der stellvertretende Geschäftsführer des Fonds, Trond Grande.

Steigende Marktzinsen drücken in der Regel die Kurse bereits ausgegebener Anleihen, da neue Papiere attraktivere Zinsen bieten.

Die Gesamtanlage des Fonds erzielte eine Rendite von −0,5 %. Aktieninvestitionen brachten dagegen ein Plus von 0,5 %, mit teils deutlichen Unterschieden zwischen den Branchen.

„Energieunternehmen legten am stärksten zu, während zinsabhängige Sektoren wie Versorger und Immobilien verloren“, sagte Grande.

Ende September war der Fonds 22.014 Milliarden Kronen (2,09 Billionen Euro) wert. 72,1 % waren in Aktien investiert, 25,8 % in Anleihen. Der Rest entfiel auf nicht börsennotierte Immobilien und Infrastruktur für erneuerbare Energien.

Immobilieninvestments brachten eine Rendite von 0,4 %. Unnotierte Infrastrukturinvestitionen im Bereich erneuerbare Energien kamen auf 7,5 %.

Unter Einbeziehung von Währungseffekten und neuen Einzahlungen sank der Gesamtwert des Fonds im Quartal um 670 Milliarden Kronen (63,6 Milliarden Euro).

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