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Tee senkt Schlaganfallrisiko – aber nur, wenn er nicht zu heiß ist

Regelmäßiger Teekonsum senkt Risiko für Schlaganfall und Herzkrankheiten
Regelmäßiger Teegenuss senkt Risiko für Schlaganfall und Herzkrankheiten. -  Copyright  Cleared/Canva
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Von Marta Iraola Iribarren
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Wer mindestens drei Mal pro Woche Tee trinkt, hat laut neuer Studie elf Prozent weniger Risiko für Gefäßerkrankungen. Sehr heißer Tee erhöht es um sechzehn Prozent.

Regelmäßiger Teekonsum geht einer neuen Studie zufolge mit einem geringeren Risiko für Gefäßerkrankungen wie Schlaganfall, koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt einher.

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Tee entsteht, wenn die verarbeiteten Blätter von Camellia sinensis aufgegossen werden. Der immergrüne Strauch stammt aus Ostasien. Alle Sorten – darunter weißer, grüner, Oolong-, Schwarz- und Pu-Erh-Tee – gehen auf diese eine Pflanze zurück. Ihr Geschmack hängt davon ab, wie stark die Blätter oxidieren.

In vielen Kulturen gehört Tee selbstverständlich zum Alltag. Vom English Breakfast am Morgen bis zur chinesischen Teezeremonie begleitet das Getränk weltweit Millionen Menschen durch den Tag.

Die bioaktiven Inhaltsstoffe des Tees – etwa Polyphenole und Flavonoide – wirken antioxidativ und entzündungshemmend. Sie schützen zudem das Endothel, also die innere Schicht der Blutgefäße. So bleibt die Durchblutung stabil, was Gefäßerkrankungen vorbeugen kann. Das berichtet eine im Journal of Internal Medicine (Quelle auf Englisch) veröffentlichte Untersuchung.

Das Forschungsteam begleitete fast 500.000 Menschen in China im Schnitt neun Jahre lang. Es erfasste deren Teekonsum und alle in dieser Zeit auftretenden Erkrankungen. Personen, die mindestens drei Mal pro Woche Tee tranken, wiesen ein um 11,2 % niedrigeres Gesamtrisiko für Gefäßerkrankungen auf. Am deutlichsten war der Zusammenhang beim ischämischen Schlaganfall mit einem Rückgang von 36,6 %, gefolgt von zerebrovaskulären Erkrankungen insgesamt mit 19,1 %.

Wie stark der schützende Effekt ausfiel, hing deutlich davon ab, wie der Tee zubereitet und getrunken wurde.

Unter den Teilnehmenden lag die mittlere Menge bei zwei bis drei Tassen pro Tag. Das geringste Risiko zeigte sich jedoch bei Menschen, die sechs bis acht Tassen täglich tranken.

Schwarztee wies den stärksten und stabilsten Zusammenhang mit einem geringeren Risiko für Gefäßerkrankungen auf, gefolgt von Grüntee. Die Forschenden führen das unter anderem auf Fermentationsprodukte wie Theaflavine zurück, die entzündungshemmend wirken und den Fettstoffwechsel beeinflussen.

Auch Temperatur und Stärke des Aufgusses spielten eine Rolle. Am günstigsten schnitt Tee ab, der moderat stark und nicht kochend heiß getrunken wurde.

Überraschend dagegen: Sehr heißer Tee stand mit einem gegenteiligen Effekt in Verbindung, das Risiko für Gefäßerkrankungen lag um 16 % höher. Schon zuvor hatten Studien sehr heiße Getränke mit einem erhöhten Risiko für Speiseröhrenkrebs in Verbindung gebracht.

Tee ist kein Wundermittel

Der schützende Effekt eines regelmäßigen Teekonsums zeigte sich in fast allen demografischen Gruppen. Besonders deutlich war er jedoch bei Menschen mit Adipositas, wie die Forschenden festhalten.

Trotz der Ergebnisse betonen die Autorinnen und Autoren: Tee allein schützt nicht vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Er sollte Teil eines insgesamt gesunden Lebensstils sein und etablierte Strategien zur Vorbeugung ergänzen.

„Das war eine Beobachtungsstudie, und andere Unterschiede in Ernährung und Lebensstil könnten die Ergebnisse mit erklären“, sagte Dell Stanford, leitende Ernährungsberaterin bei der British Heart Foundation, die nicht an der Studie beteiligt war. Die Resultate belegten nicht „dass die tägliche Tasse Tee das Herz schützt“.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben die häufigste Ursache (Quelle auf Englisch) für Krankheit und Tod in der Europäischen Union. Sie sind für etwa jede dritte Todesfall verantwortlich und betreffen schätzungsweise 62 Millionen Menschen.

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