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Ukraine: Starlink-Beschränkungen bleiben trotz Trumps Aussagen bestehen

Spezialisten des ukrainischen Militärgeheimdienstes steuern Raketendrohnen gegen russische Ziele an einem geheimen Ort in der Ukraine am 28. Mai 2026.
Operatoren des ukrainischen Militärgeheimdienstes steuern am späten Donnerstag, 28. Mai 2026, an einem geheimen Ort in der Ukraine Raketendrohnen gegen russische Ziele. -  Copyright  AP Photo
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Von Sasha Vakulina
Zuerst veröffentlicht am
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In der Ukraine bleiben die Starlink-Einschränkungen bestehen, obwohl Präsident Trump das Gegenteil sagt. Kyjiw baut deshalb mit finnischen Partnern eine eigene Satellitenkommunikation auf.

Die Beschränkungen für Starlink und die militärische Variante Starshield gelten an den Frontlinien der Ukraine weiterhin. Das erklärten ukrainische Verteidigungsvertreter am Freitag. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor behauptet, Elon Musk habe sie aufgehoben.

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Beobachter berichten, dass Terminals weiterhin die Verbindung verlieren, wenn sie schneller als 161 Kilometer pro Stunde unterwegs sind. Serhii Beskrestnov, Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj, unter seinem Funkrufnamen Flash bekannt, bestätigte die Lage. "Wir sehen derzeit keinerlei Hinweise darauf, dass die Starlink-Beschränkungen aufgehoben wurden", schrieb er auf Facebook. "Es gibt Einzelfälle, in denen Starlink bei etwas höheren Geschwindigkeiten funktioniert. Das dürfte aber eher an den Algorithmen von SpaceX oder an besonderen Einsatzbedingungen liegen und nicht daran, dass die Beschränkungen abgeschafft wurden."

Trump, Musk und das Telefonat

Die Aussagen folgten auf einen Bericht des Wall Street Journal. Demnach rief Trump am 21. Oktober bei Musk an und forderte ihn auf, die Einschränkungen für Starshield aufzuheben. Danach berichteten US-amerikanische und ukrainische Stellen von einer besseren Verbindung, warnten aber, die volle Funktionsfähigkeit sei nicht wiederhergestellt. Trump erklärte anschließend, Musk habe die Geschwindigkeitsbegrenzungen aufgehoben. Ob er den Milliardär persönlich kontaktiert hatte, wollte er nicht bestätigen.

Störungen seit dem 14. Oktober

Die Probleme begannen am 14. Oktober ohne Vorwarnung. Starshield-Terminals der ukrainischen Streitkräfte verloren ab etwa 160 Kilometern pro Stunde die Verbindung. Das behinderte militärische Operationen, darunter Einsätze von Mittelstreckenangriffs-Drohnen und von Abfangdrohnen, die ukrainische Städte vor russischen Luftangriffen schützen.

Mehr als eine Woche später ist unklar, wer die Entscheidung getroffen hat. Laut Wall Street Journal ordnete Musk die Beschränkungen an, andere Darstellungen verweisen auf eine mögliche Rolle des Weißen Hauses. Trump bestreitet, den Schritt veranlasst zu haben. Weder SpaceX noch die US-Regierung haben öffentlich Verantwortung übernommen.

Der Vorfall zeigt, wie stark die Ukraine bei Frontkommunikation, Drohneneinsätzen und Luftverteidigung von Starlink abhängt, und welches Risiko ein Satellitennetz birgt, das ein ausländischer Anbieter kontrolliert.

Eigene Satellitenkommunikation im Aufbau

Die Ukraine arbeitet daran, ihre Abhängigkeit von SpaceX zu verringern. Am Donnerstag unterzeichnete das Verteidigungsministerium in Kyjiw eine Absichtserklärung mit den finnischen Unternehmen ICEYE und Nokia, um eine souveräne Satellitenkommunikationslösung zu prüfen.

Selenskyj kündigte sie beim Besuch des finnischen Ministerpräsidenten Petteri Orpo an und nannte sie "wichtig für unsere Verteidigung und für die Widerstandsfähigkeit der Ukraine".

Die geplanten Systeme sollen den beteiligten Staaten volle Kontrolle über Satelliten, Bodenstationen und Terminals geben. "Die Ukraine braucht sichere, souveräne und leistungsfähige Satellitenkommunikationssysteme, die sie selbst kontrolliert", sagte ICEYE-Chef Rafal Modrzewski.

Mikko Hautala, Vorsitzender von Nokia Defense, sagte, die Partnerschaft verschaffe der Ukraine "Kontrolle über die Konnektivität, von der sie abhängt". Die Vereinbarung steht jedoch erst am Anfang. Bis auf Weiteres bleibt Starlink das Rückgrat der kritischen Kommunikationsnetze der ukrainischen Streitkräfte.

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