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Krawallnacht in Barcelona: 100 Festnahmen, Plünderungen und brennende Barrikaden

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Barcelona: Unruhen am 24. Oktober 2026
Barcelona: Unruhen am 24. Oktober 2026 -  Copyright  Captura de pantalla de imágenes de 'RTVE'.
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Von Christina Thykjaer
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In Barcelona sind die Jugendproteste eskaliert: Über soziale Netzwerke organisierte Demos endeten in heftigen Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften der Mossos.

Im Zentrum von Barcelona ist es am Wochenende zu schweren Ausschreitungen gekommen. Es gab brennende Barrikaden, geplünderte Geschäfte und Zusammenstöße zwischen Jugendgruppen und der Polizei. Die Vorfälle begannen rund um die Plaça de Catalunya im Zentrum. Die Bilanz der Behörden: rund 100 Festnahmen, etwa ein Viertel der Festgenommenen sind minderjährig.

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Zu der Versammlung hatten Aktivisten über soziale Netzwerke unter dem Motto „Instituts Indignats“ aufgerufen. Sie wollten Frankreichs Jugendbewegung „Lycéens Indignés“ ("Empörte Jugendliche") nach Barcelona bringen, die zu zahlreichen Blockaden und Demonstrationen führte und in den vergangenen Wochen für Unruhe gesorgt hat. Nach Angaben der spanischen Presse waren rund 600 Menschen bei den Protesten in Barcelona.

Mehrere Gruppen junger Leute, viele ganz in Schwarz und mit Kapuzen, beschädigten Teile der städtischen Infrastruktur. Nachdem die Bereitschaftspolizei eingriff, zerstreuten sich die Demonstrierenden in den Straßen rund um die Plaça de Catalunya, wo die Auseinandersetzungen mit der Polizei weitergingen.

Steine und brennende Barrikaden in Barcelona

Bei den Ausschreitungen warfen die Demonstranten Steine und andere gefährliche Gegenstände auf die Einsatzkräfte. Mehrere Gruppen errichteten Barrikaden, zündeten Müllcontainer an und schlugen Schaufenster ein. Die Mossos d'Esquadra gingen mit Polizeikräften gegen die Menge vor, um die Teilnehmer zu zerstreuen und die Kontrolle zurückzugewinnen.

Nach Informationen von „La Vanguardia“ wurden rund 14 Geschäfte geplündert. Außerdem wurden Motorräder, Fahrräder, Haltestellen etc beschädigt. Insgesamt registrierten die Behörden 33 kleinere Brände, berichtete „El País“.

Die Gewalt zwang zahlreiche Geschäfte zu schließen. Die städtische Polizei Guardia Urbana begrenzte die Zugänge zur Plaça de Catalunya zwischen Urquinaona und Universitat. Auch die Station Plaça Catalunya wurden vorübergehend gesperrt. Touristen und Anwohner versuchten, sich von den Auseinandersetzungen zu entfernen.

Die Notrufnummer 112 registrierte bis 22 Uhr 450 Anrufe im Zusammenhang mit den Ausschreitungen, meldete „La Vanguardia“.

Behörden verurteilen Gewalt, auch Eltern verantwortlich

Barcelonas Bürgermeister Jaume Collboni verurteilte die Ausschreitungen und kündigte an, dass sich die Stadtverwaltung an den Gerichtsverfahren beteiligen wird, um für die Schäden Verantwortung einzufordern. „Das bleibt nicht folgenlos. Wir gehen bis zum Ende“, warnte Collboni. Er betonte, dass die Ereignisse auch Konsequenzen für Eltern oder gesetzliche Vormunde der beteiligten Minderjährigen haben könnten.

Der Präsident der Generalitat, Salvador Illa, verurteilte die Ausschreitungen ebenfalls und stellte sich hinter das Vorgehen der Polizei. „Protestieren ist ein demokratisches Recht“, sagte er. Zugleich erinnerte er daran, dass Angriffe und Zerstörungen nicht als Teil dieses Rechts gerechtfertigt werden können.

Die katalanische Innenministerin Núria Parlon sprach von „sinnloser Gewalt und Vandalismus“ und erklärte, die Verantwortlichen verteidigten keine legitime Forderung. Beide Politiker stellten klar, dass sie die Ausschreitungen von dem Protestcamp für das Recht auf Wohnen trennen, das seit Wochen auf der Plaça de Catalunya steht.

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