Lyon und Orléans rüsten sich auf ein Demonstrationswochenende. Geschäftsleute vernageln Schaufenster, bringen wertvolle Ware in Sicherheit und verstärken Eingänge.
In Lyon filmten am Freitag Passantinnen und Passanten Arbeiter, die Holzplatten und Schutzgitter vor dem Rathaus, dem Museum der Schönen Künste und der Handelskammer anbrachten. Auch die Geschäfte entlang der Rue de la République sichern ihre Fassaden: Schreiner schneiden Bretter zu und verschrauben sie vor den Fenstern. Die Vorsichtsmaßnahmen spiegeln die Angst vor möglicher Gewalt und Sachschäden wider, auch wenn bisher keine konkreten Vorfälle im Zusammenhang mit den geplanten Protesten bekannt sind.
In Orléans treffen Unternehmen entlang der geplanten Demonstrationsroute ähnliche Vorkehrungen. Die Stadt richtet sich auf ein Wochenende ein, an dem sie den Parteitag des Rassemblement National ausrichtet. Knapp 3.000 Polizistinnen und Polizisten sowie Sicherheitskräfte sollen im Einsatz sein. Zwischen 20.000 und 30.000 Demonstrierende werden zu Protesten gegen die Veranstaltung erwartet, was die Sorge vor Störungen und Ausschreitungen wachsen lässt.