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Dictionary.com kürt „maxxing“ zum deprimierenden Wort des Jahres 2026

Dictionary.com kürt Wort des Jahres 2026 – und es ist ein ziemlich düsteres
Dictionary.com kürt Wort des Jahres 2026: düsterer Begriff -  Copyright  Canva
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Von David Mouriquand
Zuerst veröffentlicht am •Zuletzt aktualisiert
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Das Internet-Slang-Suffix „Maxxing“ ist von Dictionary.com zum offiziellen Wort des Jahres 2026 gekürt worden.

Es ist wieder so weit: Die verschiedenen „Wörter des Jahres“ sollen zeigen, welche Begriffe und Redewendungen die öffentliche Debatte besonders geprägt haben.

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Den Auftakt macht Dictionary.com. Nach der Wahl von „6-7“ im vergangenen Jahr setzt das Online-Wörterbuch erneut auf einen Slangbegriff aus Gen Z und Gen Alpha und kürt „Maxxing“ zum Wort des Jahres 2026.

Als Kurzform von „maximizing“ kann der Ausdruck laut Dictionary.com allein stehen oder an andere Wörter angehängt werden. Er signalisiert, dass jemand etwas bis zum Äußersten tut oder so stark wie möglich optimiert.

Seine Wurzeln liegen in der Wendung „eine Kreditkarte ausreizen“, also das festgelegte Kreditlimit zu überschreiten, und in der Videospielkultur.

In den 2010er-Jahren verbreitete sich der Begriff in der Manosphere und in Incel-Subkulturen über den Ausdruck „looksmaxxing“. Gemeint ist, die eigene körperliche Attraktivität durch Fitnessprogramme und intensive Körperpflege zu steigern. Meist tauchte das Wort im Zusammenhang mit gescheiterten Beziehungen und romantischer Zurückweisung auf.

Noch populärer wurde „maxxing“, als umstrittene Manosphere-Influencer an Bedeutung gewannen – etwa Braden Peters, bekannt als Clavicular. Der Livestreamer propagiert extreme Hingabe an männliche Schönheit und wurde 2025 beschuldigt, eine junge Frau sexuell angegriffen zu haben. Vergangene Woche plädierte er auf nicht schuldig.

Braden Peters, auch bekannt als Clavicular, wartet im Orleans District Court auf seine Anklage – Donnerstag, 22. Oktober 2026
Braden Peters, auch bekannt als Clavicular, wartet im Orleans District Court auf seine Anklage – Donnerstag, 22. Oktober 2026 AP Photo

Viele versuchen inzwischen, den Begriff von seinem toxischen Ruf und den Verbindungen zu aggressiver Männlichkeit zu lösen. Auf Social Media hat Gen Z und Gen Alpha „maxxing“ für sich entdeckt; die Suchanfragen nach dem Wort schossen im August in die Höhe.

„Maxxing ist die sprachliche Manifestation einer Kultur, die immer stärker davon besessen ist, aus allem das Maximum herauszuholen“, sagt Steve Johnson, Direktor der Lexikografie für die Dictionary Media Group bei IXL Learning.

„Ganz gleich, was wir tun, wir wollen es noch weiter treiben“, erklärte Johnson in einer Mitteilung. „Die wachsende Zahl an Bedeutungen zeigt aber auch, wie Menschen auf diesen Drang reagieren. Manche leben ihn aus. Manche überzeichnen ihn zum Spaß. Andere stellen ihn komplett auf den Kopf und nutzen das Wort, um den Schritt zurück von der ständigen Jagd nach Mehr zu beschreiben.“

Er fügte hinzu: „In diesem Jahr sticht ‚maxxing‘ hervor, weil der Begriff so viele Lebensbereiche berührt. Menschen proteinmaxxen ihr Frühstück, tokenmaxxen ihren Einsatz von KI im Arbeitsalltag, cozymaxxen den Freitagabend.“

Weitere Varianten sind „hardmaxxing“. Damit sind extremes Diäten, Gesichtsrekonstruktions-OPs oder sogar das bewusste Brechen von Knochen gemeint. „Softmaxxing“ ähnelt dem Begriff „Glow-up“, etwa ein neuer Haarschnitt. „Jestermaxxing“ beschreibt den Einsatz von Humor, um soziale Anerkennung oder Reichweite zu gewinnen. „Sleepmaxxing“ steht für den Versuch, mehr und besser zu schlafen.

Bei aller Popularität kommt man an den eher düsteren Seiten des Begriffs nicht vorbei. Er spiegelt eine zunehmend digitale Gesellschaft, und seine erweiterten Bedeutungen machen das deutlich. Ein Beispiel ist „tokenmaxxing“: So nennen Beobachter es, wenn Unternehmen ihre Beschäftigten dazu drängen, KI-Werkzeuge so intensiv wie möglich zu nutzen.

Auf der Shortlist für das Wort des Jahres 2026 von Dictionary.com standen zudem „Affordability“, „Data center“ und „Odyssey“. Letzteres verdankt seine Nominierung wohl dem sprunghaften Anstieg der Online-Suchen und dem neuen Interesse an Homer nach dem Start von Christopher Nolans Blockbuster The Odyssey. Ebenfalls nominiert war „Unc“ – die Kurzform von „uncle“, mit der Gen Z und Gen Alpha ältere Menschen bezeichnen, die als weltfremd oder uncool gelten.

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