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Elvis-Erben verklagen KI-Firma Anthropic: Gründe für den Rechtsstreit

Warum verklagen die Elvis-Presley-Rechteinhaber die KI-Firma Anthropic?
Warum verklagen Elvis-Presley-Rechteinhaber das KI-Unternehmen Anthropic? -  Copyright  AP Photo - Canva
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Von David Mouriquand
Zuerst veröffentlicht am
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Anthropic droht Schadensersatz von über 40 Millionen Dollar wegen angeblich unerlaubter Nutzung von Elvis’ Musikkatalog.

Anthropic, das Unternehmen hinter dem KI-Assistenten Claude, sieht sich einer Klage der Rechteinhaber von Elvis Presley gegenüber. Sie werfen der Firma vor, Urheberrechte an 274 Songs des „King“ verletzt zu haben.

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Die Kläger haben ein Verfahren gegen das KI-Unternehmen angestrengt. Ihrer Ansicht nach nutzte Anthropic Elvis-Songs ohne Genehmigung, um seine Modelle zu trainieren.

Die Klage ging am Freitag, 23. Oktober, beim US-Bezirksgericht für den nördlichen Bezirk von Kalifornien ein. Eingereicht hat sie eine Tochter der Authentic Brands Group, jener Firma, die große Teile von Presleys geistigem Eigentum und seinen Markenschutzrechten kontrolliert.

In der Klageschrift heißt es, 274 Titel, darunter „Can’t Help Falling in Love“, „Don’t Be Cruel“ und „A Little Less Conversation“, seien ohne Erlaubnis kopiert und zum Training der Claude-KI-Modelle von Anthropic verwendet worden.

Die Kläger behaupten, Anthropic habe ihre Urheberrechte ohne Lizenz und ohne Zahlung verletzt. Das Unternehmen soll Kopien der Songs in einer internen Bibliothek gespeichert haben, um spätere Versionen seiner Modelle zu trainieren – ebenfalls ohne Zustimmung oder Begleichung der fälligen Rechte.

Anthropic drohen Schadensersatzforderungen von mehr als 40 Millionen Dollar, rund 36 Millionen Euro.

„Der ikonische gemeinsame Katalog der Elvis-Kläger enthält einige der bahnbrechendsten, revolutionärsten, einflussreichsten und dauerhaftesten musikalischen Kompositionen der Menschheitsgeschichte“, heißt es in der Klage.

„Die Elvis-Kläger erheben diese Klage, um ihre exklusiven Rechte gegenüber einem Beklagten durchzusetzen, der sein gesamtes Geschäftsmodell auf Urheberrechtsverletzungen in einem bisher beispiellosen Ausmaß aufgebaut hat“, schreibt Hauptanwalt Richard Busch laut Pitchfork in einer Erklärung. „Die Elvis-Kläger sind äußerst darauf bedacht, diese ikonischen Songs zu schützen.“

Anthropic teilte NBC News mit, man „stimme den Vorwürfen nicht zu und werde den Fall umfassend verteidigen“. Das Unternehmen verweist seit Längerem darauf, dass das Training von KI-Modellen mit urheberrechtlich geschütztem Material im US-Recht vom Grundsatz der „fair use“ gedeckt sein könne.

Im Oktober 2023 hatten bereits Universal Music Publishing Group, Concord Music Group und ABKCO gegen Anthropic geklagt. Sie werfen Claude vor, urheberrechtlich geschützte Liedtexte ohne Genehmigung wiederzugeben.

In diesem Jahr reichten auch Sony Music Publishing und Warner Chappell Klage ein. Sie beschuldigen Anthropic, geschützte Songtexte und Notenmaterial von Künstlern wie The Beatles und Michael Jackson zum Training von Claude verwendet zu haben.

Anthropic sah sich zudem einer weiteren Klage von Autorinnen und Autoren gegenüber. Sie warfen dem Unternehmen vor, raubkopierte Bücher zum Training von Claude genutzt zu haben. Anthropic stimmte im Juli einem Vergleich in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar zu.

Im vergangenen Monat informierte das Unternehmen potenzielle Anteilseigner darüber, dass seine Technologie die Menschheit selbst bedrohen könnte. Anthropic listete als Risiken unter anderem die Möglichkeit auf, dass immer fortgeschrittenere KI-Modelle Menschen manipulieren, erpressen oder sich auf andere unberechenbare Weise verhalten könnten. Eigene Untersuchungen des Unternehmens zeigen, dass autonome Modelle in kontrollierten Tests Programmcode sabotiert, Betrug unterstützt und Informationen manipuliert haben.

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