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Macklemore startet „Free Palestine“-Tour in Europa mit Appell zur Einheit in Dublin

Macklemore startet „Free Palestine“-Tour in Europa: Appell zur Einheit in Dublin
Macklemore startet Europa-Tour „Free Palestine“ in Dublin mit Appell zur Einheit -  Copyright  AP Photo - macklemore.com
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Von David Mouriquand
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„Ich bin stolz, hier in Dublin auf der Bühne an der Seite des palästinensischen Volkes zu stehen. Wir werden bis zu unserem letzten Atemzug für gemeinsame Befreiung kämpfen“, sagte Macklemore gestern Abend in Dublin.

Der US-Rapper Macklemore hat seine Free-Palestine-Tour in Dublin gestartet, nachdem Ed Sheeran ihn im vergangenen Monat unter umstrittenen Umständen aus seiner Loop Tour gestrichen hatte.

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Der Grammy-prämierte Künstler, bürgerlich Benjamin Haggerty, eröffnete die Tour gestern Abend in der Dubliner 3Arena. Die ausverkaufte Tour hatte er wenige Tage nach seiner Verbannung von Sheerans Tour wegen der Worte „Free Palestine“ angekündigt, nachdem er Israels Militäreinsatz in Gaza als Genozid bezeichnet hatte.

Er versprach „viele unglaubliche Überraschungsgäste“ – und hielt Wort. Unter anderem standen Hozier und Kneecap auf der Bühne, dazu die Folkband Beoga, die bereits mit Sheeran auf Tour gewesen war.

Auch die palästinensische Sängerin Lina Makhoul und der palästinensisch-amerikanische DJ Habibeats traten auf. Überraschend meldete sich außerdem Schauspieler Mark Ruffalo per Video zu Wort und sagte: „Es wird keinen Frieden geben, solange es keine Gleichheit gibt.“

Vor 13.000 Menschen kündigte Macklemore an, weiter gegen den Krieg Israels in Gaza Stellung zu beziehen.

„Ich bin stolz, hier auf der Bühne in Solidarität mit dem palästinensischen Volk zu stehen. Wir werden weiter für unsere gemeinsame Befreiung kämpfen – bis zu unserem letzten Atemzug“, sagte Macklemore, der während eines Großteils seines Sets eine palästinensische Flagge schwenkte.

„Vor sechs Wochen haben zwei Wörter gereicht“, erinnerte er an den Ruf „Free Palestine“ im MetLife Stadium in New Jersey, der zu seinem Ausschluss von Sheerans Tour führte – eine Entscheidung, die viele als ​‚feige‘ und als Affront gegen die Meinungsfreiheit​ verurteilten.

„Diese zwei Wörter wirken auf manche so bedrohlich, dass sie lieber zum Schweigen gebracht werden, anstatt sich mit ihrer Bedeutung auseinanderzusetzen. Irgendwie sind sie kontroverser geworden als das Leid, das sie nötig gemacht hat“, sagte er mit Blick auf die systematische Gewalt Israels gegen Palästinenserinnen und Palästinenser in Gaza und im Westjordanland.

Sämtliche Einnahmen aus Macklemores Free-Palestine-Tour gehen an Organisationen, die die palästinensische Bevölkerung und ihre Bewegung unterstützen. Dazu gehören: Anera, Glia, Gaza Soup Kitchen, Taawon, HEAL Palestine, Palestinian Youth Movement, Middle East Children’s Alliance, Jewish Voice for Peace, Medical Aid for Palestinians, Institute for Middle East Understanding, Palestine Children’s Relief Fund und UNRWA USA.

Das Konzert in Dublin ist das erste von drei Europaterminen. Weitere Auftritte sind für Paris am Donnerstag, 29. Oktober, in der Accor Arena und für London am Freitag, 30. Oktober, in der OVO Arena Wembley geplant.

Das israelische Militär hat im Gazastreifen eine Offensive begonnen, nachdem Kämpfer der Hamas am siebten Oktober 2023 den Süden Israels angegriffen hatten. Dabei wurden 1.200 Menschen getötet und 251 als Geiseln verschleppt.

Das Gesundheitsministerium in Gaza, dessen Zahlen von den Vereinten Nationen als verlässlich eingestuft werden, meldet mehr als 73.000 Tote in den vergangenen drei Jahren israelischer Bombardierungen. Organisationen wie Amnesty International, Human Rights Watch und die Vereinten Nationen haben die israelischen Aktionen als „Genozid“ bezeichnet.

Ein Bericht einer unabhängigen UN-Kommission vom Juni (Quelle auf Englisch) kommt zu dem Schluss, dass „israelische Behörden und Sicherheitskräfte palästinensische Kinder gezielt ins Visier genommen haben und dadurch im Gazastreifen Genozid und Gräueltaten sowie im Westjordanland Kriegsverbrechen begangen wurden“.

Ein früherer Bericht aus dem vergangenen September war bereits zu dem Ergebnis gekommen, dass Israel einen Genozid verübt habe, und führte dies auf Anstachelungen durch hochrangige israelische Regierungsvertreter zurück, darunter Premierminister Benjamin Netanjahu.

Israel weist die Vorwürfe immer wieder als „verleumderisch“ und „verzerrt“ zurück.

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